Apotheken bekommen weniger Marge APOTHEKE ADHOC, 17.08.2012 16:19 Uhr
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Weniger als 3 Prozent: Bei neuen Arzneimitteln mit Zusatznutzen sinkt die Marge der Apotheken.Elke Hinkelbein
Berlin - Bei Brilique (Ticagrelor) und anderen neuen Arzneimitteln mit Zusatznutzen bekommen die Apotheken künftig nicht mehr 3 Prozent des Listenpreises. Grundlage für die Berechnung der Zuschläge auf den Handelsstufen ist vielmehr der zwischen Hersteller und GKV-Spitzenverband ausgehandelte Erstattungspreis. Können die Kassen also einen Nachlass durchsetzen, sinken auch Großhandels- und Apothekenmarge. Dies geht aus einer Stellungnahme des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) hervor.
Gut einen Monat hat man sich im BMG Zeit genommen, um die Fragen der Fachverbände zu prüfen. Das Thema war komplex, denn es ging um nicht weniger als die Frage, ob Erstattungsbeträge einen echten Preischarakter haben oder als Ergebnis einer Abschlagsverhandlung nur eine Wirkung im Innenverhältnis zwischen Hersteller und Kasse.
Nach Arzneimittelpreisverordung (AMPreisV) berechnen die Apotheken ihre 3-prozentige Marge auf Basis des Herstellerabgabepreises. Von Erstattungsbeträgen und Rabatten für neue Medikamente mit Zusatznutzen ist eigentlich keine Rede. In der Rahmenvereinbarung zur Berechnung der neuen Erstattungspreise steht sogar eindeutig, dass sowohl der Apotheken- als auch der Großhandelsaufschlag auf Basis des Listenpreises berechnet werden sollen.
Doch das BMG kommt zu einem anderen Schluss: „Der Abgabepreis ist begrifflich der Preis, zu dem der pharmazeutische Unternehmer das Arzneimittel abgibt“, heißt es in dem Schreiben aus der Friedrichstraße. „Arzneimittel mit vereinbartem Erstattungsbetrag werden mit anderen Worten vom pharmazeutischen Unternehmer einheitlich zum Erstattungsbetrag abgegeben.“
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#47???
Wie solls dann aussehen, wenn jemand auf Privatrezept als Selbstzahler diese Ware bezieht? Arbeiten wir dann mit unterschiedlichen Aufschlagsätzen und verschiedenen Abgabepreisen oder bekommt der dann wieder Geld von uns zurück? Oder verschenken wir gleich alles?????????????
#46Wie so oft...
... wird meiner Meinung nach das Recht bzw. die Gesetze gedreht wie man es braucht. Da steht im Gesetzestext zwar mal klar und eindeutig Listenpreis, aber das interessiert dann keinen mehr. Sollen die Erstattungspreise doch in Listenpreise umgewandelt werden, aber nein da hat die Pharmalobby was dagegen.
#45Herr Wedlich
sie haben es nochmal schön vorgerechnet.......denn genau das ist das Problem ...wir sollen den höheren Preis bezahlen (Originaleinkaufspreis)....und unsere Vergütung soll vom "Rabatt-Ek" ausgehend berechnet werden...... Momentan nur für "Medikamente mit Zusatznutzen"........aber warten wir ab was noch kommt.Vermutlich ein Dammbruch für alle Rabatt AM- Übrigens wird der "normale EK " vom Großhandel berechnet und von den Kassen nur der billigere bezahlt...(Abzug durch das Rechenzentrum).....die Differenz soll manuell Vergütet werden!!!!!! dies steht zumindestens in den Artikel hier bei adhoc so beschrieben.....weil nämlich die Softwarefirmen Probleme mit der Umsetzung haben sollen...... Ich kenne mich auch nicht aus aber ich fürchte momentan daß ich bei jeder Packung Brilique 20 Euro drauflege......
#44Ich komme an meine Grenzen.....
"Geklärt werden mussten aber nicht nur die Basis für die Zuschläge von Apotheken und Großhandel, sondern auch für die Zuzahlung der Patienten und die Mehrwertsteuer. Auch hier gilt laut BMG: Basis ist der Erstattungsbetrag." Entweder ich verstehe überhaupt nichts mehr oder aber hier hat der Herr Bahr eine Fackel angezündet, die die Apotheken direkt in den Ruin treibt, ohne die Umwege AMNOG oder Kassenabschlag. Verständnisfrage: Zu welchem Preis kaufe ich nun wirklich ein? Zum Herstellerabgebpreis lt. Taxe oder zu einem niedrigeren Preis, der zwischen KK und Herstellern ausgehandelt wurde? Wenn ich statt für 100 € EK nur noch 97 € EK habe, sinkt wohl der nominale Wert der 3%, aber die 3% bleiben bestehen. Dies erleben wir bei jeder Festbetragssenkung. Im ersteren Falle entspricht die Vergütung 100 € +6,05 +3 € = 109,05 € , im letzeren Falle 97 € + 6,05 + 2,91 € = 105,96 So wie der adhoc Beitrag aber verstanden werden muss würde das im vorliegenden Fall bedeuten : 100 € + 2,91 + 6,05 = 108,96 € - was eine wirkliche Margenkürzung wäre und damit nicht im Einklang mit der ArzMPV. Denken wir den Gedanken weiter : Thema Rabattvertrag EK Apotheke 100 -> + 3% +6,05 = 109,05 (derzeitiger Stand) bei 50% Rabatt an die KK bedeutet das : 100 + 1,5% +6,05 = 107,55 Rohertragsverlust also 1,38% Und glaube niemand, auf diese Idee würde jetzt keiner kommen.
#43Apotheker sind morgen einen Schritt weiter..
Heute aber schon am Abgrund!
#42Bis Faß überläuft?
Es läuft doch schon. Aber wenn man die Reaktionsgeschwindigkeit unserer Vertretung auf die Rösler Zahlen und wie hier auf den fiktiven EK sieht scheinen die ja 9,14 durchgesetzt bekommen zu haben. Anders kann ich mir diesen Stillstand und das Schweigen von UNSERER Seite aus nicht erklären.
#41@26 - Thischon:
Auch Du junger Jedi, eines Tages feststellen wirst, dass Du zwar lange studiert, aber all die Jahre im Verkauf menschlich und emotional verschliessen wurdest.
#40Der Gesundheitsminister..
..als Lakai der Krankenkassen? Pff.. Erzählt mir doch mal was Neues.. Jedenfalls können die kranken Kassenfürsten mit Recht sagen: Daniel Bahr ist der beste Gesundheitsminister, den wir je hatten!
#39Bin mal gespannt...
Ich glaube nicht, dass es in Deustchland noch eine Berufsgruppe gibt, welche mit sich so umspringen lässt und sich so systematisch demontieren lässt wie die der Apotheker. Bin mal gespannt wann das Faß überläuft! Hoffentlich bald, denn es ist 5 nach 12.
#38Soll das auch bei Rabattverträgen von bis zu 100% gelten??!!!
Das kann nur ein Scherz sein! Wenn das bei Rabattpräparaten greift, bei denen manche bis zu 100 % Rabatt haben um der lieben Pharmaindustrie bei manchen Krankenkassen die Tür für sog. "Paketlösungen" zu öffnen, lass ich mir doch nicht 3% auf Null anbieten! Und ich dachte "Mondpreise" wären nicht erlaubt.
#37Geschickt eingefädelt!!!
Geschickt eingefädelt: Vorne werden uns reichliche 8,35€uro angeboten und hinten werden die 3% demontiert. Echt gut gemacht. Ich denke jetzt hat Herr Rösler die Wahl entweder die 9,14€ aufzustocken oder den Kassenabschlag ganz abzuschaffen. Auf jeden Fall sollte die ABDA jetzt nicht verschlafen unsere berechtigten Forderungen den aktuellen Bedingungen anzupassen.
#36GH
Ja, der hatte damals ja über Schließungen und dadurch nichtmehr zeitnaher Versorgung der Apotheken phantasiert falls der Hersteller andere Rabatte geben darf bzw. sich nicht daran halten muss (irgendwie mit Holland und uns das gleiche, nur das das JETZT erst auf den Tisch kommt). Da das ja ordentlich nach hinten losgegangen ist und eigentlich jeder GH REKORDgewinne ausweist OBWOHL er durch AMNOG auch zu 200 MIO Einsparung verdonnert war zeigt doch nur die Kompetenz unserer Politiker. Jeder normal denkende Mensch würde diese falschen Neuerungen strikt ändern, da der Sparbeitrag von uns doppelt erfüllt wurde und NICHT bei den Kassen sonderen ja scheinnbar als Geschenk bei Hersteller und GH ankam. Das mit dem "gegen die Apotheken zu entscheiden" ist oder wird jedem klar wenn er sich mal die CV unserer aktuellen und vergangenen Gesundheitsminister anschaut. Dann vergleicht mal mit dem Justizministerium und deren Minister. Dann versteht ihr auch wieso manches so läuft.
#35Hab ich etwas verpasst?
Ich verstehe die Aufregung nicht wirklich.... es handelt sich hier um eine Preisverhandlung, nicht um einen Rabatt. Daher ist selbstverständlich, dass wir nur diesen verhandelten Abgabepreis als EK bezahlen und dann handelt es sich nicht um eine Margenkürzung. Rabattverträge, die geheim sind, haben damit nichts zu tun und würden auch m.E nach nicht funktionieren, wenn sie offengelegt werden. Funktionieren schon, aber mit so unangenehmen Wahrheiten, dass die Kassen das sicherlich zu verhindern wissen. @26 Machen Sie es besser und Sie werden ein erfolgreicher Konkurrent sein. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, wer es anders/ besser macht, wird belohnt. Aber wirklich gut vergütet, bekommt man seine Leistung sicherlich in anderen Bereichen. Es muss schon Berufung sein, wenn man sich so knechtet.
#34Was zu erwarten war!
Sobald das BMG etwas gegen die Apotheken entscheiden kann, wird es gemacht. Wie war es bei der letzen AMG? Der GH befürchtete, dass Apotheken mehr direkt beim Hersteller kaufen könnten. Der Hersteller wurde verpflichtet diese 70 Cent GH-Fix-Aufschlag auch zu verlangen (Hauptsache die Apotheke hat nichts davon). Der GH konnte, trotz deren Sparpaket zu Jahresbeginn, die letzte beide Quartale Rekordgewinne verbuchen (ausser Gehe; die haben Doc Morris). Beim Hersteller wuchsen deren Anteil an der Arzneimittelmarge die letzte Jahre, ohne viel Beachtung, stetig. Die Apotheken waren schon immer der Prellbock für die hohen Arzneimittelpreise, obwohl deren Anteil daran immer geringer wurde. Bei einer Fliegenklatsche wird die Fliege von 2 Seite getroffen. Bei der Apothekenklatsche sind mehr. Auf hier wird nicht jeder Treffer ohne Spuren bleiben.
#33BMG alsHandlanger der GKV!
Der BMG läßt sich scheinbar inzwichen zum Handlanger der GKV degradieren. Gratuliere! Also ich habe in der AmPrVo § 3 Abs 1, 2 nichts von irgendwelchen fiktiven, fingierten, reduzierten oder rabattierten Bezugspreisesen gelesen. Vielleicht habe ich da was übersehen. Kann mir jemand weiterhelfen? Hat die ABDA, DAV eigentlich auch eine Meinung dazu? Basis für Kalkulationszuschläge kann nur der EK sein was man als Kaufmann an seinen Lieferanten bezahlt hat, nichts anderes. Wenn das alles rechtens wäre, müßte doch logischer Weise der Kassenabschlag der Apotheke auch reduziert werden, oder?
#32@26
Schade dass Sie bislang solche Erfahrungen machen mussten. Wissen Sie, wie ich als (Erb-)Apothekenleiter (der allerdings fast immer da ist und sich für durchaus kompetent hält) all diese Dinge immer vermieden habe? Indem ich regelmäßig (relativ) frischgebackene ambitionierte ApothekerInnen eingestellt habe und die auch ihr Ding machen ließ. Das hat die Apotheke immer voran gebracht.. Vielleicht suchen Sie sich mal sowas..
#31@26 völlig korrekt beobachtet
Junger Freund Sie haben den realen Apothekenaltag gut beobachtet: Man könnte hierzu noch viel schreiben - das erspare ich uns. Machen Sie einfach was anderes.
#30wo ist unsere verdammte ABDA UND DAV!!!!!!!!!!!!!!!!
Sie sind in urlaub, nero der zugeschaut hat wie rom gebrannt hat war wenigstens am ort und stelle.Wir apotheker sollten endlich ein ersatz fuer die ABDA ausdenken.Auch die verbaende muessen modernisiert werden. Was ist der unterschied zwischen apotheker und affen.Die affen studieren keine 8 semester!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!Affen essen gerne bananen und deutscher apotheker leben in eine banana republic!!!!!!!!!!!!!! schoenes wochenende alle kollegen.Ich hoffe das eines tages diese verdammten politiker get a run for their money!!!!!!!!!
#29@26 Nur Mut lieber Kollege
Sie haben die Chance es als Apothekenleiter besser zumachen. Übrigens "krumme Dinger" sollte man auch als Angestellter anzeigen! Mitarbeiter werden gesucht! " PTA-Muttis" sehe ich mittlerweile als wesentliche Stütze unserer Betriebe. Für mich als Chef ist Mitarbeiterfortbildung das beste Marketing!! Also nicht verzagen....
#28Und die Patienten?
Endlich sind auch die Patienten direkt betroffen.Sie zahlen Anteile von Preisen,die garnicht bezahlt werden.Das mobilisiert hoffentlich.
#27zurück zum Thema ( wer die Hitze net mag raus aus der Küche)
Unabhängig von der Marge gibt es noch ein Problem. die Preise auf den rechnungen stimmen nicht.... Wer hat Brilique schon im August bezogen...wer hat die Rechnng kontrolliert...denn der MIst läuft ja teilweise schon (siehe die alten Artikel hier auf der Seite ) also muß irgendwo eine manuelle Vergütung stattfinden, denn der GH berechnet uns normalen EK und die Kasssen zahlen nur den geringeren Erstatungspreis also fehlen pro Packung ca 20 Euro...wenn ich die Artikel richtig verstanden habe......
#26Als (noch)...
... relativ frischgebackener (3 Jahre) ambiotionierter Apotheker, bekommt man mit jeder neuen Lektüre der neuesten adhoc-Meldungen immer weniger Lust jemals eine Apotheken leiten zu wollen. In allen Apotheken, in denen ich bisher hineinschnuppern durfte (inkl. Famulatur 4 Stück) hatte ich folgende Eindrücke: * (Erb-)Apothekenleiter sind meist nie anwesend und haben wenig Ahnung * kein Anwesender hat so richtig Ahnung von Hilfsmittelrezepten und deren Abrechnung * PTA-Halbtagsmuttis verstehen auch nach 3maligem Erklären viele Kassenprogrammfunktionen immer noch nicht * überall wird mehr Zeit mit PC-Fragen/Rabattartikelfragen/Abrechnungsfragen verbracht als mit Fortbildung * Kunden sind generell tendenziell genervt, weils am PC immer länger dauert, was den Eindruck von Inkompetenz vermittelt * und bisher hab ich auch in jeder Apotheke "krumme Dinger" miterlebt. (Rezeptgegenwerteinlösungen, dauerhafte Abgabe von Rx ohne Rezept, Arzt verkauft über Apo Nahrungsergänzungsmittel etc.) Also ich überlege ernsthaft nochmal was anderes zu machen. Passt hier zwar nicht ganz hin, aber musste mal raus.
#25Alles Quatsch....
Dann ist der verhandelte Preis = der Lauerpreis und Schluss, wir haben eine Arzneimittelpreisverordnung , damit es keine unterschiedlichen Preise gibt. Daran haben sich Alle zu halten.
#24Das ist wirklich...
... der größte Sch.... Die Hersteller können also ihr Europageschäft mit fiktiven Preisen schützen, gewähren den KK "Rabatte" und wir dürfen den Mist umsetzen. Wenn alles (Zuzahlung, Aufschlag für Apo und GH) auf den Erstattungspreis gerechntet wird, soll das gefälligst auch der Listenpreis werden. Ich bin dieser Moscheleien überdrüssig.
#23na nun aber
da bin ich aber gespannt auf die Juristen. Die Bundesregierung hat schon so manchen Rückzieher machen müssen! Die Apothekerschaft hat doch eine super juristische Abteilung. Klagen meine Herren, sofort. Wir Politiker schreien doch danach, wenn wir solche NAchrichten produzieren!
#22Viel zu kompliziert,
die werden unsere 3% Aufschlag komplett streichen, die bekommen wir doch jetzt mit den 25 Cent. Zumindest im Durchschnitt ;-) Ich glaube die sitzen alle zusammen und hecken gemeinsam aus, welche Grausamkeiten man den Apothekern als nächstes antun kann. Irgendeiner hat dann nach 5 Bier eine bekloppte Idee und die wird dann gemacht. Dann wird gewettet, ob wir uns wohl diesmal wehren. Müssen wir machen, also auf zu apothekerprotest.xobor.de
#21warum begegne ich nicht eine von den
...Kassenfuzzis in meine Apotheke?
#20wenn das so stimmt
ist es das Ende der AMPRV.....dei neuen Aufgaben der KK .lügen betrügen stehlen!!!!!! Hoffentlich brennen in Berlin bald ein paar Autos oder ein KK Gebäude!!!!!!!!! Ich schmeiße den ersten Stein!!!!!!!!1!
#19Sie spielen gerade mit dem Feuer ..............
.................... Herr von Stackelberg ! Wenn Sie meinen, Sie könnten die bisherigen hirnrissigen Neuerungen der KrankenKassen durch immer neue ergänzen - Seien Sie gewarnt: Wir lassen's schnackeln ! www.apothekerprotest.de Keine Sonder-Berechnungen mit irgendwelchen Hinterzimmer-Sonder-ApU's !
#18Ich finde das prima!
Es ist doch eine weitere Steilvorlage dafür, dass man gegen diesen gesamten widersprüchlichen und inkonsistenten Regulierungswust zu Felde ziehen kann! Das BMG liefert uns mit dieser "hoheitlichen Deutung" weiteres Futter. Schließt Euch den Protestlern an: www.apothekerprotest.xobor.de und fangt an, endlich über das "Undenkbare" nachzudenken. Es ist an der Zeit!
#17Folgen?
1.) Nachdem die 3% Aufschlag auf den HAP in der AmPreisV stehen, muß zuerst doch wohl mal diese Verordnung geändert werden. Wenn nicht, ist das doch ein Verstoß gegen diese Verordnung, oder? 2.) Wenn es tatsächlich rechtens sein sollte, dann könnte die Befürchtung von Kollegen Pöppl aus #4 eintreten, daß der reale Abgabepreis der ganzen Rabattarzneimittel ja auch ein anderer ist als der fiktive, der ohne Rabatte berechnet wird. Also können wir auch nur auf den die 3% nehmen. ABER: Dann müßten die Kassen die Rabatte offenlegen und man könnte die ganze Diskussion ab absurdum führen, in dem dann gefordert wird, doch den dann rabattierten Preis als "normalen" Abgabepreis zu sehen mit der Folge, daß die Ausgaben der GKV endlich endlich mal richtig angegeben würden. Heute heißt es doch, die Arzneimittelausgaben seien so furchtbar hoch. Leider werden bei diesem Argument die Rabatte außen vor gelassen. Wenn dann die realen Preise herangezogen würden, dann würde man doch vermutlich sehen, daß die Ausgaben eben nicht gestiegen sind und dann könnten wir wieder das Argument mit der Honorierung ziehen. Die (Politik und Kassen) drehen es so hin, wie es gerade günstig für sie ist. Warum nur fällt mir Pippi Langstrumpf ein? "2 x 3 macht 4 Widdewiddewitt und Drei macht Neune. Ich mach' mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt ...." Sowohl die mathematischen Fähigkeiten als auch die Lebensphilosophie weisen frappierende Ähnlichkeiten auf.
#16Nochmal.....
sollen wir wirklich zu einem "hohen" Preis einkaufen welcher auf dem normalen APU basiert,,,,,,und unsere Vergütung (also die 3%+8,10 ) sollen vom niedrigeren Preis der zwischen KK und Hersteller vereinbart wurde ( Rabattpreis) erfolgen? Das wäre ja ein Dammbruch der uns in Zukunft stärker trifft als das komplette AMNOG.......oder irrt sich hier die Redaktion.......
#15Habe ich schon lange befürchtet ...
... dass die mal auf diesen Trichter kommen. Immerhin haben wir inzwischen gut 4 Mrd. Herstellerrabatte (Zwangsrabatt + individ. Rabattverträge) im Markt. Plus Apothekenrabatte (gut 1,2 Mrd. brutto) plus Zuzahlungen der Patienten ... Wenn man nicht aufpasst, dann haben wir bald den "kApU", den kalkulatorischen Abgabepreis des pharm. Unternehmers ApU und nicht mehr den Listen-ApU. Bei Hersteller-Zwangsrabatten (16%) um genau diesen Prozentsatz gekürzt, bei Rabattverträgen jedes Jahr um einen Durchschnittswert reduziert ... und schon wieder gibts ein neues Stellschräubchen, wenn es mit Kassenrabatt und Honorar nicht so laufen sollte wie gewünscht ... Nebenbei: Der Umsatz der Apotheken würde bei konsequenter Umsetzung um rund 10% sinken, man würde genau die gut 4 Mrd. aus dem Apothekenmarkt herausnehmen, mit allen Konsequenzen bis hin zum Kammerbeitrag ... 3% auf 4 Mrd. macht 120 Mio. € Rohertragsverlust (6.000 € je Apotheke), die aus heutiger Sicht im Feuer stünden, plus Verlust eigener Einkaufsrabatte, und künftig möglicherweise bei steigenden Herstellerrabatten auch noch mehr. Ja, so ist das in einer "regulierten Umgebung"... Es bleibt spannend! P.S.: Die Apotheke würde natürlich zum neuen, realistischen "kApU" einkaufen; somit würde auch die PKV ein wenig profitieren (die Annäherung an die GKV ist ja schon heute unübersehbar). Und irgendwann wäre der Listen-Herstellerpreis tatsächlich obsolet ...
#14Bananen Republik Deutschland
Wenn das wahr ist, kann man das gar nicht glauben. Mit welchem Recht gegen Krankenkassen gegen die AMPrVO vor? Die haben sich daran zu halten. Was können WIR für deren Verhandlungsgeschick. Eine Frechheit. Wann begreift der Berufsstand, dass es nicht mehr gegeneinander gehen kann, sondern nur noch miteinander. Mich k####t diese Unehrlichkeit an jeder Stelle an.
#13Ist doch egal
akzeptiert wird das von uns doch hoffentlich eh nur wenn unser Preis im System der richtige ist. Ich gebe doch keinen Rabatt auf etwas von dem ich den ausgehandelten Kassen EK nicht kenne?! Läuft das dann so: Für Barmer kostet das Präparat auf Rezept 1500, für die AOK 1300 VK. Müssen wir dann künftig dem Grosshandel mitteilen welche KK damit der uns den EK und unsere 3% richtig berechnen kann???? Sprich sagen wir dem Grosshandel: Du hörma zu, ich hab hier Barmer da bezahl ich 1214 netto und das für die AOK da zahl ich 1051 netto???? Wie bitte soll das funktionieren, ich glaube ich habe da ein Verständnisproblem, denn ich GLAUBE der Krankenkasse nicht was sie mir erzählt. Uns glaubt ja auch keiner dass keine Sau mehr 26,1 Rohertrag mit RX hat.
#12Mal überlegen..
..wenn die hirnkranken Kassen sich nicht an Rahmenverträge halten müssen, dann müssen wir das doch auch nicht, oder? Hmmm....
#11An die Standesvernichter
Herr Dr. Michels, wann sehen Sie endlich ein, dass der größte Feind der Apotheke die Krankenkasse ist? Ich habe es Ihnen schon auf unserem ERFA Treffen vor zwei Jahren gesagt!
#10@4 genau das war mein erster Gedanke
denn dann könnten die KK ja noch was von der 3% Marge der Apotheker abgreifen. Habe mir das Foto von Frau Aures nochmal genau angesehen - irgendwo muss da die Tasche sein, in die die Kassen noch reingreifen können ; )
#9anfang vom ende
.....das wird schule machen und bald für alle artikel gelten. gute nacht. 25 cent sind eigentlich schon verbraten und aufgefressen.
#8aber wenn icn nur 3 % auf den ....
..geringeren Erstattungspreis aufschlagen darf.....dann muß doch dieser auch als Basis für meinen Einkauf dienen., und nicht ein fiktiver EK welcher sich am höheren Listenpreis orientiert.....also 3 % plus 8,10.....ok die 3% von einer geringeren Basis sind weniger aber das haben wir ja laufend ( alleine dieses Jahr 2 gigantische Fesbetrgsänderungen über 40 Wirkstoffe..))
#7Wann streiken wir endlich ?
gegen die Willkür der Krankenkassen, die sich gegen jegliches geltendes Recht durchsetzen, wenn sie auch nur einen Cent Gewinn wittern und uns unser Geld wegnehmen, wo immer sie können. Und gegen unsere Politschauspieler, die nichts besseres zu tun haben als willfährig zu nicken, wenn die Krankenkassen das Jammerlied der armen Versicherten singen ? Nur aktuell: Flugbegleiter, eine Berufsgruppe mit 16.000 Arbeitnehmern, wollen mehr Geld. Obwohl null komma null Allgemeininteresse vorliegt, werden diese für ihr Geld einstehen, streiken und, so sicher wie das Amen in der Kirche, auch mehr erhalten. Es geht hier nur um die Höhe, nicht um das Ob. Und bei uns ? Mehr Apotheken wie Flugbegleiter, Erfüllung einer gesetzlichen Aufgabe, 150.000 Arbeitsplätze und weiter ? Noch nicht mal die 25 Cent Erhöhung scheinen mittlerweile sicher zu sein. Und bevor das erledigt ist, wird man uns nicht nur bei einem, sondern ganz bestimmt bei allen RX den 3%-igen Aufschlag kürzen, wenn das bei Brilique durchgeht. Und Streik ?? Wir schlucken jede Provokation und arbeiten für umsonst, bei vielen Hilfsmitteln nocht nicht einmal mehr für umsonst, weil unsere Führungsriege, gut bezahlt und ohne jegliche Motivation nichts, aber gar nichts tut. Wird sie wenigstens gegen die Entscheidung des BMG gerichtlich klagen, bevor es zu spät ist? Oder hätte alles mal wieder noch schlimmer kommen können? Hallo ABDA, lebt ihr eigentlich noch ? Wir hören nichts ?? Bewegt euch endlich, verdammt noch mal!
#6WANN ENDLICH ......
wird der Rahmenvertrag gekündigt .... ? Unsere Abrechnungen sind doch heute schon nicht mehr nachrechenbar und ein Dokument der Ausbeutung und des antipharmazeutischen GKV - FASCHISMUS ...
#5bei geschätzten 27% Krankenkassenrabatt
bleiben 2,19% übrig.
#4Komplizierte Materie.....
deshalb stelle ich jetzt eine dumme Frage....momentan betrifft das nur Brilique.....aber wenn die Argumentation vom BMG richtig wäre könnte man sie auf alle RABATTVERTRÄGE verwenden????
#3wo lebe ich denn überhaupt?
in Zentralafrika.
#2Betrug ist es trotzdem !
Egal wie die Stellungnahme des Ministeriums aussieht. das ist ja wohl ein Fall für richtige Juristen und nicht für Beamte am grünen Tisch, die "meinen"......
#1Diese Rahmenvereinbarungen..
..sind also das Papier nicht wert, auf dem sie stehen. Danke liebes BMG für diesen erneuten Beweis der Geringschätzung. Danke liebe kranken Kassen für den erneuten Nachweis, dass Ihr unsere größten Feinde seid. Ich kann nur hoffen, dass Ihr das schon bald spüren werdet....