AOK zahlt Ärzten 80 Euro für Medikationscheck Benjamin Rohrer, 16.04.2012 11:32 Uhr
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Zusatzverdienst für Ärzte: Die AOK Rheinland/Hamburg zahlt Hausärzten aus Nordrhein 80 bis 160 Euro für Medikationschecks.Elke Hinkelbein
Berlin - Hausärzte in der Region Nordrhein können AOK-Versicherten ab sofort Medikationschecks anbieten. Die AOK Rheinland/Hamburg hat dazu ihren Vertrag mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) aktualisiert: Für die Beratung können die Mediziner 80 Euro in Rechnung stellen; bei längeren Beratungen oder Konsultationen eines Facharztes zahlt die Kasse sogar 160 Euro. Die Apotheker sind nicht dabei: Für die AOK ist der Hausarzt der „erste Ansprechpartner“ in Sachen Arzneimittelberatung.
Die AOK kooperiert bereits seit November 2010 in der Hansestadt mit den Ärzten. In Nordrhein sollen die Checks nach dem gleichen Prinzip funktionieren: Stimmt der Patient einer Beratung zu, schickt die AOK dem Mediziner eine Medikationsübersicht der vergangenen vier Quartale – inklusive aller Verordnungen und Diagnosen.
Zielgruppe sind in erster Linie ältere Patienten, die mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen. Gemeinsam mit dem Institut für klinische Pharmazie der Universität Bonn identifiziert die AOK zudem Patienten, deren Medikation Interaktionsrisiken birgt. Der Arzt erstellt eine Medikationsanalyse, ändert gegebenenfalls die Behandlung und entwirft einen neuen Therapieplan für den Patienten.
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#3Ver#rschung !
Wie arg die Krankenkasse alles und jeden verarschen kann man daran sehen, dass sie sich bei Anträgen von Patienten bezügl. Befreiungsausweisen außerstande sehen, die gespeicherten Daten abzurufen und lieber die Patienten durch die Gegend schicken, um Zahlungsbelege zu sammeln. Jetzt geht das plötzlich und die Ärzte bekommen auch noch Geld dafür, dass die Kassen die Arbeit machen. Pfui Teufel, in was für einem kaputten System leben wir eigentlich ?
#2Die Erfindung des Rades
nach dem Fahrrad, Auto und Bahn schon erfunden waren, ist immer wieder spektakulär und wird von entsprechenden Kreisen auch noch honoriert und gefördert. "Die Zusammenführung der Informationen soll dem Arzt dabei helfen, Entscheidungen nach medizinischen Gesichtspunkten zu treffen" Genau diese Zusammenführung der Informationen und mehr gibt es in der Apotheke, es sei den der Patient ist vom Apothekenhopping von Versandapotheke zu Versandapotheke geplagt. Da hat doch wieder mal einer ein Rad ab. Und wenn dann das Geld nicht reicht, weiss ich auch schon, wo es geholt werden kann.
#1Sehr interessant..
... wir Apotheker müssen tagtäglich bei jedem Rezept Interaktionen überprüfen und dabei auch die restliche Medikation inklusive OTC-Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel berücksichtigen. Und dass zum Nulltarif! Und bei der Forderungen, wie z.B. einen Inflationsausgleich oder den Krankenkassenrabatt im Centbereich der arbeitssituation anzupassen, wird sofort eine mediale Schlacht begonnen, bei der der Apotheker als geldgieriger Schubladenzieher dargestellt wird.