Inflationsausgleich

Ärzte fordern 3,5 Milliarden Euro APOTHEKE ADHOC, 08.08.2012 13:23 Uhr

Berlin - In ihren Forderungen nach einem höheren Honorar beziehen sich die Apotheker auf den Inflationsausgleich und Kostensteigerungen aus den letzten acht Jahren. Auch die Ärzte wollen nun mehr Geld. Die Argumente der Mediziner sollten den Apothekern bekannt vorkommen – nicht aber die Beträge: „Die KBV fordert einen seit 2008 angefallenen Inflationsausgleich von 3,5 Milliarden Euro. Dieser Betrag ist notwendig, allein um die gestiegenen Betriebskosten und die Inflation seit 2008 auszugleichen“, sagte Dr. Andreas Köhler, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Konkreter Anlass der Forderung sind Gespräche zwischen der KBV und dem GKV-Spitzenverband über die Honorierung der ärztlichen Leistungen im kommenden Jahr. Laut KBV wollen die Kassen weniger Geld für die ambulante zur Verfügung stellen.

„Das ist in der gegenwärtigen Situation absolut unverständlich. Ein rigider Sparkurs ist nicht nur verantwortungslos gegenüber den Patienten, sondern steht auch im Widerspruch zum Gesetz“, so Köhler. Durch die stetig steigenden Betriebskosten und die Inflation sei es bereits 2010 zu einem „Investitionsstau“ von zwei Milliarden Euro gekommen.

Aus Sicht des KBV-Chefs ist insbesondere die ärztliche Versorgung auf dem Land gefährdet: „Patienten müssen immer weitere Wege zu ihrem nächsten Arzt zurücklegen. Für junge Mediziner sind solche Forderungen der Kassen ein verheerendes Signal, womit sie umso mehr von einer Niederlassung in ländlichen Regionen zurückschrecken“, so Köhler.

Erst zu Beginn dieses Jahres war das Versorgungsstrukturgesetz (VStG) in Kraft getreten, mit dem finanzielle Anreize für Landärzte geschaffen wurden. Seitdem können die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) selbst über die genaue Verteilung der Ärztehonorare entscheiden und nicht mehr mit den Kassen verhandeln.

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Ältere Kommentare lesen 10 Kommentare
  • 9.August 2012, 08:59Uhr
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    #10akt. Newsletter des DAP-Forum

    Darin geht es darum, dass durch die neuen Vorschriften zur Arztsoftware eine Rezeptausstellung pro Verordnungszeile bis zu 10 Minuten dauern kann, da mühselig der Rabattvertragspartner herausgesucht werden muss (und ganz beiläufig bemerkt die Helferinnen darin nicht selten ungeschult sind). Willkommen in der Realität, werte Kollegen in weiß. Um was wetten wir, dass die KBV auch für den gestiegenen Arbeitsaufwand hierfür ab 2013 einen _rückwirkenden_ Ausgleich im Millionen oder gar Milliarden-Bereich fordert? WO WAR UNSERE STANDESVERTRETUNG DAMALS? Meinem Wirtschaftssystem kostet mich wegen der Umsetzung der Rabattvertragsk*cke jährlich 1000 Euro MEHR. Geld, welches ich von keiner Seite bisher ansatzweise erstattet bekommen habe! Rückwirkend zum AVWG und seit Inkrafttreten der Rabattverträge sind dies alleine was das Warenwirtschaftssystem angeht bereits 5000 Euro, von den gestiegenen Mitarbeiterkosten möchte ich mal gar nicht reden. Ich habe seitens der ABDA hiervon nur in einem Nebensatz gelesen, dass dies in die Berechnung auf 9.14 eingegangen sein soll. Wenn ich nur ansatzweise dies mit all den anderen gestiegenen Unkosten reinrechne, komme ich auf einen Betrag jenseits der 11 Euro Rx-Pauschale! Und zum Topic der KBV: Wir sollten uns klug verhalten und die Forderung der KBV als Steilvorlage nutzen. Das heisst nicht, dass wir nur Labern, Tee trinken und keine Streiks vorbereiten - nein, genau das Gegenteil. Wir müssen uns Gehör verschaffen. Wir müssen Lärm machen. Kuschen war gestern.

  • 8.August 2012, 22:09Uhr
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    #9Gleichstellung auf Augenhöhe

    Rd 600 000 Arbeitsplätze bei Ärzten versus ca 150 000 bei Apotheken. Also ein Viertel -ca 800 Mio- für Apotheken- ist aus KV-Sicht angemessen. Nur als Inflationsausgleich!

  • 8.August 2012, 19:41Uhr
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    #8Banana Republic D!!!

    Alles nicht mehr zu fassen. Um den quatch auszugleichen erhoehen wir alle nicht verschreibungspflichtige preise und erklaeren unsere kunden weshalb!!!!!! Seit 8 jahre haben wir ALLE GESCHLAFEN aber besonderes die ABDA,wegen selbst interessen und die ganzen verbaende. Die politik lacht uber uns!!! Die aerzte befinden sich in einer anderen leaga!!!!!!!!!!!! Sie werden all das erreichen was sie fodern!!! Vieeleicht ist das auch im sinne unseregrossen politiker das aerzte die arnei mitverteilen werden in zukunft.So ist es in anderen laender. Pfui D!!!

  • 8.August 2012, 18:53Uhr
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    #7@Kollege Hansmann

    Zu #2: ne, Sorry. Das funktioniert schon alleine wegen der Beträge nicht... @all: Wahnsinn. Absolut Wahnsinn. Ich bin im falschen Film. Wegen des VStGs werden die Ärzte das Geld womöglich auch erhalten. Wahnsinn.

  • 8.August 2012, 16:45Uhr
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    #6der gleiche Quatsch, wie bei uns...

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/saarland-vier-piraten-streiten-um-den-parteivorsitz/v_detail_tab_comments/6977260.html?commentSort=chrono

  • 8.August 2012, 16:26Uhr
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    #5die sind erstmal nicht an der Reihe

    Die letzten Jahre waren die Ärzte immer dabei wenn es mehr Geld aus dem GKV-Bereich gab, also muß da mal gar nichts passieren. Nur was macht die ABDA wenn die auch nur eine MRD bekommen? Das wäre dann wirklich eine Kriegserklärung an die Apotheken, wobei ich es überhaupt nicht mag von Feinden und ähnlichen Dingen zu sprechen, da es nur die Gespräche erschwert. Letztendlich zeichnet sich der politische Wille ab, das jetzige Distributionssystem für Arzneimittel zu zerschlagen. Es soll in Großketten umgewandelt werden, die den verschiedenen Interessen der Lobbyisten der Parteien entgegenkommen: die Union kann die Industrie zufrieden stellen, die SPD die Gewerkschaften, denn je mehr Angestellte desto wahrscheinlicher wird eine Organisierung der Beschäftigten, die Linke kann sich eine weitere Zerschlagung von bürgerlichen-mittelständischen Strukturen auf die Fahne schreiben und den Grünen waren die Apotheker ja schon immer lästig..... Ich weiß ein wenig einseitig betrachtet, aber auf solche Ideen kommen ungeliebte "Kinder" wenn sie sich fragen, warum die "Eltern" sie nicht mehr mögen

  • 8.August 2012, 14:47Uhr
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    #4@all

    Antwort siehe daz-online. sorry, Herr Müller :-)) So, mal schnell reinkopiert: Rein Rechnerisch bedeutet das ja 7 Mrd seit 2004 :D bei +-145000 niedergelassenen Ärzten sind das ca 50 000 Steigerung seit 2004 bzw 25 000 gefordert für 2013/Arzt/Jahr Genau!!

  • 8.August 2012, 14:31Uhr
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    #3na,

    ob die ärzte dann auch mit unserem "ergebnis" zufrieden sein werden.....

  • 8.August 2012, 14:11Uhr
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    #2@all

    Habe gerade mal gedanklich das Wort Ärzte durch Apotheker und KBV durch ABDA ersetzt . . . Ist der Text womöglich bei uns abgekupfert?? :-))

  • 8.August 2012, 13:25Uhr
    Community Mitglied

    #1und

    kriegen werden sie 3,48 milliarden. und dann streiken, bis es 3,5 sind. wetten ?