Versorgungsmanagement

ABDA/KBV-Modell: Planungsphase beginnt Benjamin Rohrer, 14.06.2012 15:26 Uhr

Berlin - Die Pläne für das ABDA/KBV-Modell werden konkreter: Erstmals kamen heute in Berlin Vertreter aller beteiligten Landes- und Bundesorganisationen der Ärzte und Apotheker zusammen, um die Umsetzung des Modells in Sachsen und Thüringen zu planen. Mitte kommenden Jahres soll es nach Vorstellungen von ABDA und Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) losgehen. Die Vorwürfe aus den Reihen der Politik wollen sich zumindest die Apotheker nicht gefallen lassen.

Obwohl sich ABDA und KBV auf die Durchführung des Modells nach Vorgaben der AOK Plus eingelassen hatten, sollen die drei Kernmodule des ABDA/KBV-Modells erhalten bleiben: Wirkstoffverordnung und -katalog sowie das Medikationsmanagement sollen in beiden Bundesländern gleichzeitig getestet werden. Ziel ist es, nach einer Einführungsphase mit der AOK Plus auch andere Kassen an dem Modellprojekt zu beteiligen. Neben den Ersatzkassen soll dem Vernehmen nach inzwischen auch die Knappschaft Sachsen interessiert sein.

 

Bis es zur Umsetzung kommt, müssen allerdings noch viele Probleme gelöst werden: So muss die Software in Arztpraxen und Apotheken aufeinander abgestimmt werden. Zudem muss der Datenaustausch zwischen den Heilberuflern und der Kasse noch geklärt werden. Auch die Patientengruppen, die von dem Konzept profitieren sollen, könnten nochmals überarbeitet werden.

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