ABDA: Apotheker sollen Druck machen Benjamin Rohrer, 31.07.2012 16:00 Uhr
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Druck von der Basis: Laut ABDA soll jeder Apotheker bei seinem Bundestagsabgeordneten vorsprechen.Elke Hinkelbein
Berlin - Die ABDA fordert alle Apotheken auf, sich in Sachen Apothekenhonorar politisch zu engagieren: Laut ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf sollen die Apotheker schon „sehr bald“ Hintergrundinformationen erhalten, mit denen sie bei den Politikern aus ihrem Wahlkreis vorsprechen sollen. Wie man in der Jägerstraße vorgehen wird, wenn auch dieses Mittel nicht hilft, wird noch nicht verraten: „Es ist nicht in unserem Interesse, dass jetzt diskutiert wird, wie und wann eskaliert wird“, sagt ABDA-Sprecher Florian Martius.
In ihren Gesprächen mit den Politikern sollen die Apotheker darüber informieren, dass es aus Sicht der ABDA „Rechenfehler“ bei dem vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) vorgeschlagenen Betrag von 8,35 Euro gab: Aus Sicht der ABDA hätten nämlich die gestiegenen Kosten nicht mit dem bisherigen Roherträgen verrechnet werden dürfen.
Das BMWi hatte vom Anstieg der Kosten (pro Apotheke seit 2004 bei rund 38.000 Euro) den durchschnittlichen Rohertrag abgezogen (pro Offizin bei rund 27.000 Euro) und war daher zu dem Ergebnis gekommen, dass nur die Differenz abzüglich des OTC- und PKV-Anteils ausgeglichen werden muss: 8625 Euro pro Apotheke, 25 Cent pro abgegebener Packung. Auf diese Weise müssten aber die Apotheken den Zusatzaufwand erst einmal komplett selbst finanzieren.
Auch wenn viele Politiker derzeit aufgrund der parlamentarischen Sommerpause nur schwer zu erreichen sind, sollen sich die Apotheker bemühen, Gesprächstermin zu bekommen. Man müsse mit allen Kräften über den Rechenfehler aufklären, heißt es.
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