Porträt

ABDA: Apotheker in Gremien APOTHEKE ADHOC, 26.03.2012 14:50 Uhr

Berlin - Wenn Apotheker über ihre Standesvertretung sprechen, dann sagen sie oft „meine Kammer“ oder „mein Verband“ – aber niemals „meine ABDA“. Dass die Distanz zwischen Basis und Berufsorganisation so groß ist, liegt nicht nur an Erfolg oder Misserfolg beispielsweise in der Gesundheitspolitik. Laut Satzung ist die ABDA nämlich formal gar nicht für die Apotheker da: Als Dachorganisation vertritt sie vielmehr die gemeinsamen Interesen der in ihr zusammengeschlossenen Kammern und Verbände. Erst diese vertreten ihrerseits die Apotheker; allerdings sind es auch in den verschiedenen Gremien der ABDA durchweg Apotheker, die über die Marschrichtung entscheiden.

Seit 1950 gibt es die ABDA, je 17 Kammern und Verbände sind Mitglied und ihrerseits noch einmal in Bundesapothekerkammer und Deutschem Apothekerverband zusammengeschlossen. Im Deutschen Apothekerhaus in der Berliner Jägerstraße laufen seit dem Umzug aus Eschborn im Jahr 2002 alle Fäden zusammen.

Am einfachsten lässt sich die ABDA als die Lobby der Apotheker bezeichnen. Der Alleinvertretungsanspruch steht bereits in der Satzung, nach der die ABDA „auf einheitliche Grundsätze für die Tätigkeit der Apothekerinnen und Apotheker [...], für das Apothekenwesen und den Arzneimittelverkehr sowie für die Beziehungen der Apotheken zu den Trägern der Sozialversicherung hinzuwirken“ hat.

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Ältere Kommentare lesen 2 Kommentare
  • 31.August 2012, 08:15Uhr
    Community Mitglied

    #2Nicht erreichbar...

    ...für den einzelnen Kollegen, aber ja auch wirklich nicht zuständig für ihn. Die ABDA ist klar für ihre Mitglieder zuständig, aber das sind die LAVs und LAKs. Der einleitende Artikel ist wie gemacht für eine Auseinandersetzung über demokratischere Strukturen und die darauf abzielenden Anträge. Ich würde mir genau hier die konkrete Diskussion wünschen.

  • 26.M�rz 2012, 16:40Uhr
    Community Mitglied

    #1meine ABDA ...

    ist für mich ja gar nicht erreichbar. Ruft man in Berlin an, so wird man dort auf seinen Landesapothekerverband verwiesen. In Berlin wird man wohl mit seinen Fragen eben nicht ernst genommen. Wen wundert es da, daß es heisst: mein LAV, ...

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