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Apothekenbetriebsordnung

Kooperationen loben Röslers Eckpunkte

Patrick Hollstein, 14. April 2011, 11:27 Uhr

  • Will mitgestalten: BVDAK-Präsident Dr. Stefan Hartmann findet die Eckpunkte zur ApBetrO-Novellierung gut.Foto: Elke Hinkelbein
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Berlin -

Der Aufschrei war groß, als die Eckpunkte des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) zur Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) gestern die Runde machten. Zunächst sah es nach einem krassen Eingriff in die Berufsfreiheit der Apotheker aus, später wurde das Papier vom Ministerium selbst relativiert. Nicht überall werden die Arbeitsvorschläge kritisch gesehen. Dr. Stefan Hartmann, Präsident des Bundesverbands Deutscher Apothekenkooparationen (BVDAK), findet das Arbeitspapier durchweg gelungen.

Ob Beratung, Rezeptur, Raumeinheit oder Light-Filialen: Hartmann kann kein Haar in der Suppe finden. Schließlich gebe es endlich einmal Erleichterungen für die Apotheken. „Der Apothekenmarkt hat sich weiterentwickelt, wir müssen uns den Gegebenheiten anpassen“, erklärt Hartmann. „Die Tatsache, dass sich viele Kollegen aus der Rezeptur verabschieden, kann ich negieren - oder ich passe den Rahmen den Gegebenheiten an.“

Dass das Ministerium als Antwort auf Pick-up die Möglichkeit zum Gegen-Pick-up einräumen will, findet Hartmann konsequent: „Wenn es einen Waldbrand gibt, muss ich doch ein Gegenfeuer legen können.“ Da die Politik nicht bereit sei, ein Verbot durchzusetzen, müssten sich die Apotheker bei der Suche nach alternativen Möglichkeiten beteiligen: „Überall, wo ich nicht dabei bin, kann ich auch nicht mitgestalten“, so Hartmann mit einem bewussten Seitenhieb auf die Position der ABDA. Der BVDAK habe entsprechende Vorschläge gemacht.

Ansonsten findet es Hartmann gut, dass die Apotheker ihren Beruf weitgehend eigenverantwortlich ausüben können. Klingt nach liberalem Weltbild, und tatsächlich ist der Apotheker aus Gilching FDP-Gemeinderat im Kreisverband Starnberg von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Hartmann hatte mehrfach Termine mit Rösler - unter anderem als Schatzmeister der Vereinigung Liberaler Ärzte.

Den Gedanken, dass er mit seiner rundweg positiven Stellungnahme der Partei einen Gefallen tun wollte, weist Hartmann zurück: „Ich stehe als Apotheker hinter den Vorschlägen, nicht der Partei zuliebe.“ Auch als Wiedergutmachung für die allzu offenherzige Kommentierung von AMNOG und ApBetrO-Anhörung, die im BMG auf Unverständnis gestoßen war, sei die Stellungnahme nicht zu verstehen, betonte Hartmann.

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apotheke adhoc Debatte 5 Kommentare

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Community Mitglied 15. April 2011, 17:33 Uhr
ApoBO- Entwurf

Ich gebe Hr Kollege Gunnar Müller Recht; solange uns das "Papier" vorenthalten wird, kann man nichts dazu sagen. Und die ungleiche Behandlung von Versand- und Präsenzapotheken ist nach wie vor ungelöst. Die Präsenzapotheken werden diskriminiert, die Versandapotheken, besonders die aus dem Ausland operierenden, behalten ihre Narrenfreiheit. Oder welcher Kontrolle unterliegen sie?

Ehemaliges Community-Mitglied 14. April 2011, 19:59 Uhr
zu 2 müller

vollkommen richtig! ich rege mich auch darüber auf, dass wir uns mit pseudo customer rumschlagen und der ups bote bringt das päckchen der versand apotheke zum nachbarn, wenn der kunde nicht da ist. da ist die forderung nach schnellkassen nur legitim. der jetzige entwurf ist ja auch nur ein fortschritt und nicht der optimalfall.

Community Mitglied 14. April 2011, 17:37 Uhr
Kollege Hartmann

hat keine Ahnung. Wer mit der FDP jetzt noch wie er ins Bett geht und Rösler nach dem Mund redet, disqualifiziert sich selbst. Hartmann redet für Kooperation von Großhändlern und für die EDV-Branche. Nicht für uns Apothekr.

Community Mitglied 14. April 2011, 17:01 Uhr
ICH bleibe skeptisch .......................

........... solange wie

1. der "Entwurf" nicht in toto bekannt ist
bzw. solange
2. nicht WIRKLICH einheitlich verfahren wird:

Wir Präsenz-Apotheken beraten uns den Mund fusselig während sich die Versand-"Apotheken" aufgrund des anonymen Bestellverfahrens einen Scheiß darum kümmern brauchen !

Zumindest wäre es dann doch konsequent, wenn man AUCH den Präsenz-Apotheken einräumen würde:

Kasse 1 - Beratung gewünscht.
Kasse 2 - KEINE Beratung gewünscht

BERLIN, WOLLT IHR DAS ???!!

Wenn nicht, dann:

WEG MIT DEN VERSAND-"APOTHEKEN" !

Ehemaliges Community-Mitglied 14. April 2011, 11:53 Uhr
Kollege Hartmann hat Recht ...

nicht alles an dem Entwurf ist schlecht. Zahnpasta, Vitamine und Kosmetika aus der Apotheke zu verbannen klang aber erst mal gar nicht liberal.
Ansonsten 100% Zustimmung zu dem, was Kollege Hartmann sagt; guter Mann!

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