PHOENIX - Apotheken Management Center Regeneratio B12® APOTHEKE ADHOC Stellenmarkt
Wort & Bild Verlag
ACA Müller ADAG Pharma AG
APOTHEKE ADHOC - Quiz
Krankenkassen

Klusen will Kassen als GmbH

APOTHEKE ADHOC, 24. Oktober 2011, 15:10 Uhr

  • Neue Rechtsform: TK-Chef Professor Dr. Norbert Klusen will die Krankenkassen in Unternehmensformen überführen.Foto: Elke Hinkelbein
Anzeige Bewerben Sie sich jetzt!
Berlin -

Die Schaffung eines einheitlichen Krankenversicherungsmarktes sowie mehr Wettbewerb und neue Rechtsformen für die Krankenkassen: So lauten die Forderungen von Professor Dr. Norbert Klusen, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse (TK). Die Privatversicherer befänden sich in einer „Sinnkrise“, so Klusen in einem Interview mit dem Focus. Die Verschmelzung der PKV mit den Krankenkassen könne beiden Versicherungssystemen helfen.

Aus Sicht von Klusen leiden Privatversicherte immer mehr unter volatilen Beiträgen. Statt „Player“ seien die PKV nur „Payer“: Weil sie die „Kritische Masse“ nicht aufbrächten, könnten die Unternehmen im Gegensatz zu den Krankenkassen keine Versorgungsverträge mit Ärzten, Kliniken oder der Pharmaindustrie abschließen. Dass die Beiträge immer weiter ansteigen, sei daher zwangsläufig.

Führte man beide Systeme zusammen, würden alle Versicherte von einer Beitragsstabilität profitieren, argumentiert der TK-Chef. Allerdings könne man die PKV wegen des verfassungsrechtlichem Schutzes des Eigentums nicht verstaatlichen. Eine an der PKV angelehnte Rechtsform für alle Versicherer ist aus Sicht vom TK-Chef aber durchaus denkbar: „Ich denke an gemeinnützige GmbHs wie in der Schweiz, Genossenschaften oder Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit“, so Klusen im Focus-Interview.

Laut Klusens Denkmodell könnten Kassenpatienten durch mehr Wahlfreiheit bei den Leistungen profitieren. Auch die Ungleichbehandlungen zwischen Kassen- und Privatversicherten zum Beispiel bei der Klinikbehandlung hätte sich damit erledigt. Kapitalrücklagen wie derzeit in der PKV könnten dann auch Kassenpatienten ermöglicht werden. Den PKV-Unternehmen könnte das Konzept helfen, die „dramatische Spirale ihrer alljährlichen Beitragssprünge“ zu verlassen, sagt Klusen.

Als Vorbild seines Privatisierungsmodell nennt Klusen die Niederlande: Es habe ihn sehr gefreut, wie unkompliziert die Niederländer ihr Gesundheitssystem umgebaut hätten.

Lesen Sie auch

Neuere Artikel zum Thema

Sie müssen sich zuerst anmelden um an der Diskussion teilnehmen zu können
Anzeige APO-Audit: Jetzt anmelden!

Newsletter

Newsletter kostenlos abonnieren

Anzeige
Jetzt verfügbar

Verkaufsstart von Regeneratio B12® Mehr

Kommentar

Der Wahn des Großkunden

Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr

Facebook - Fanblock

Porträt

Der Tag der Apotheke

Am 10. September 1998 fand der Tag der Apotheke zum ersten Mal statt, damals unter dem Motto „Ihre Apotheke macht's möglich“. Seitdem informieren Apotheker jedes Jahr über verschiedene Themen. Die... Mehr

Weiteres