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Zwangsabschlag

Kassen: Herstellerrabatt verlängern

APOTHEKE ADHOC, 03. Februar 2012, 11:19 Uhr

  • Längere Laufzeit: vdek-Chef Thomas Ballast pocht auf Herstellerrabatt und Preismoratorium.Foto: Elke Hinkelbein
Berlin -

Die Krankenkassen begrüßen die Entscheidung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG), Herstellerrabatt und Preismoratorium unverändert weiterzuführen. Laut Verband der Ersatzkassen (vdek) konnten alleine im vergangenen Jahr dadurch rund 800 Millionen Euro eingespart werden. Damit sei allerdings noch nicht das Volumen erreicht worden, das angepeilt war, sagt vdek-Chef Thomas Ballast. Der AOK-Bundesverband fordert sogar, dass die Maßnahmen bis Ende 2014 verlängert werden.

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Das BMG hatte in den vergangenen Monaten überprüft, ob das mit dem GKV-Finanzierungsgesetz eingeführte Preismoratorium und die Erhöhung des Zwangsrabattes für Pharmaunternehmen von 6 auf 16 Prozent weiterhin notwendig sind.

Die Regierung habe Herstellerabschlag und Preismoratorium als Übergangsregelung verabschiedet, bis sich die Ergebnisse der frühen Nutzenbewertung nach dem Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) bemerkbar machen, sagte AOK-Vorstand Uwe Deh. „Die vom Gesetzgeber erwarteten ersten Einsparerfolge des AMNOG dürften deshalb sicher nicht vor Ende 2014 erreicht werden.“ Aus Sicht des AOK-Bundesverbandes müsse man über eine Verlängerung nachdenken, wenn die mit den Preisverhandlungen zwischen Kassen und Herstellern erzielten Einsparerfolge länger auf sich warten lassen.

Die Hersteller hatten argumentiert, dass die Sparinstrumente aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage zurück genommen werden könnten. Die Kassen halten dagegen: „Weder die aktuelle gute Konjunktur noch die derzeitigen Überschüsse im Gesundheitsfonds dürfen darüber hinwegtäuschen, dass die GKV auf nachhaltige Reformen angewiesen ist“, sagt Ballast.

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apotheke adhoc Debatte 2 Kommentare

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Community Mitglied 04. Februar 2012, 10:44 Uhr
#2 Wer nimmt sich endlich einmal ......................

die KrankenKassen so richtig "zur Brust"??

- Wie errechnen die sich eigentlich ihre Bilanzen schön? Kosten für Verwaltung ? Werbung? Mitgliederprogramme?

- Warum gibt es immer noch keine Transparenz über die Summe der Einsparungen aus Rabattverträgen?

Zuständigkeit:

#BMArbSoz/BMGes !
#LänderSozialMinister für AOKen !
#BVersAmt für den Rest !

Community Mitglied 03. Februar 2012, 11:44 Uhr
#1 Verständnis

habe ich schon. Ich würde auch alles begrüßen was mir Geld in die Kasse spült ohne dass ich was tun muss. Auch ich würde alles dafür tun, damit dieser Segen ja lange anhält. Aber dummerweise stehe ich auf der falschen Seite und empfinde das ganze inzwischen als bodenlose Frechheit. Hier fehlt jetzt nur noch eine Wortmeldung vom Kobold Christopher. Eines sehe ich allerdings auch so. Die GKV ist jetzt und jederzeit auf nachhaltige Reformen angewiesen, aber auf Seiten der kranken Kassen.

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