Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
APOTHEKE ADHOC, 02. Februar 2012, 13:48 Uhr
Das BMG hatte zuvor mitgeteilt, dass sowohl die Erhöhung des Zwangsrabattes von 6 auf 16 Prozent als auch das Preismoratorium bestehen bleiben. Aus Sicht des BPI beugt sich das BMG dem Druck der gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen: „Wir haben einen Höchststand von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und die Beitragseinnahmen sprudeln“, so Gerbsch. Die Begründung, dass man nicht wisse, wie sich die wirtschaftliche Lage entwickelt, könne der BPI daher nicht akzeptieren.
Die Hersteller berufen sich auf EU-Recht, wonach drastische nur gerechtfertigt sind, wenn die gesamtwirtschaftliche Situation es erforderlich macht. Allein im vergangenen Jahr haben die Hersteller nach eigenen Angaben mehr als drei Milliarden Euro an Zwangsabschlägen bezahlt.
Auch der Verband forschender Arzneimittelhersteller (VFA) ist unzufrieden: „Sachliche Gründe für eine Beibehaltung des Zwangsrabattes gibt es nicht. Das ist politisches Kalkül statt faktenbasierter Prüfung“, so die Verbandschefin Birgit Fischer. Eine Maßnahme, die vom BMG rückwirkend gerechtfertigt werden muss, könne nicht mit Erwartungen und Unsicherheiten in der Zukunft begründet werden.
apotheke adhoc Debatte 1 Kommentar
Mitdiskutieren#1 welche vorstellung
sehr geehrter herr Dr. Gerbsch,
sie sind, genau wie die apotheken, die melkkuh. das lässt sich nur ändern, wenn sich die hersteller nicht ständig am nasenring durch die gesundheitslandschaft ziehen lassen. keine verhandlung, keine rabatte. der sinn der freien marktwirtschaft wird hier in frage gestellt.
fragen sie doch mal nach den 25% verwaltungskosten bei den KK.