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Die überflüssigen Gewinne der Apotheken

APOTHEKE ADHOC, 01. Februar 2010, 17:13 Uhr

  • Perfekte Lobbyarbeit: Professor Dr. Karl Lauterbach (SPD) will bei den Apotheken eine Milliarde Euro sparen.
Berlin -

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert die schwarz-gelbe Koalition zu drastischen Einsparmaßnahmen bei den Apotheken auf: „Wenn man jetzt konsequent sparen würde bei den Apotheken und würde die überflüssigen Gewinne abziehen, dann ließe sich damit mindestens eine Milliarde Euro sparen“, so Lauterbach gegenüber dem ARD-Magazin Report Mainz. Damit könnten Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen verhindert werden.

Nach Lauterbachs Rechnung müsste also jede Apotheke rechnerisch auf rund 50.000 Euro verzichten beziehungsweise der Kassenabschlag auf 4,05 Euro angehoben werden.

Etwas großzügiger ist der Bremer Gesundheitsökonom Professor Dr. Gerd Glaeske: „Wenn man das insgesamt betrachtet und fragt, bei welcher Pauschale hätten die Apotheken nach wie vor ein gutes Auskommen, dann haben wir auch in einem Gutachten festgestellt, dass 4,80 Euro ausreichen würden, das wäre immerhin ein Euro weniger als derzeit.“

Glaeske weiter: „Und wenn man es einmal hochrechnet und gleichzeitig hochrechnet, dass damit auch die Einkaufspauschale, die die Apotheker auch noch bekommen, getroffen wird, da sind wir schnell bei einer Milliarde Einsparpotential.“ Der Beitrag mit dem Titel „Klamme Krankenkassen - reiche Apotheker“ läuft heute um 22.00 Uhr in der ARD.

apotheke adhoc Debatte 1 Kommentar

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Community Mitglied 16. Januar 2012, 19:00 Uhr
#1 "überflüssige Gewinne der Apotheken"

die der Herr Lauterbach diagnostiziert, kommen nur in seiner Phantasie vor. Er hat nicht mitbekommen, dass die Apotheken seit 20 Jahren geschröpft werden, wo es nur geht. Ich will hier auf die Aufzählung aller Gesundheitsreformgesetzt verzichten, es sind mehr als zehn. Wenn die Politik auf allen Gebieten so viel Reformeifer gezeigt hätte, sähe der Staatshaushalt viel besser aus. Man sollte nicht anfangen, sich gegenseitig die Gewinne abzusprechen. Auf welchem Niveau soll hier diskutiert werden? Oder sollte man mal sagen, wieviel Prozentpunkte man der SPD für die nächsten Wahlen wünscht?
Es gibt im Übrigen eine Fortbildungspflicht für Apotheker. Gibt es die auch bei Politikern?
Und welche Krankenkasse hat ein QM-System, welches Ministerium? Von den Dienstleistern wird das verlangt, dann ist es nur billig dass es alle tun.

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