Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
Benjamin Rohrer, 21. September 2010, 09:49 Uhr
Mit Johannes Singhammer (CSU) hat die Union einen heimatverbundenen und wertkonservativen Vertreter bayerischer Interessen als Fraktionsvize. Aufgewachsen im Münchener Arbeiterviertel Giesing, trat Singhammer schon mit 19 Jahren in die CSU ein. Sein Jurastudium an der Münchener Ludwig-Maximilians Universität finanzierte er mit Nebenjobs als Zeitungsverteiler und Briefträger - und mit einem Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung für Begabtenförderung.
Nach seinem zweiten Examen wurde Singhammer 1981 Verwaltungsrat der Landeshauptstadt München, betreute die Arbeitsgebiete Kommunikation und Reden und wurde später zum stellvertretenden Leiter des Oberbürgermeisterbüros ernannt. Anfang der 1980er Jahre verstärkte er sein parteiliches Engagement in der Jungen Union und wurde 1986 ins Bayerische Staatsministerium des Inneren berufen. Ab 1990 war er Referatsleiter des Bayerischen Ministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen.
1994 wurde der sechsfache Familienvater das erste Mal direkt in den Bundestag gewählt und übernahm die Funktion als Sprecher der Unionsfraktion für die Themen Familie, Jugend und Frauen. Seit 2004 ist er außerdem Vorsitzender des Beirates bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, die 2005 zur Bundesnetzagentur wurde.
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