Randnotiz : Doping mit Ulle
Mutig, mutig: Der Hersteller Dr. Kurt Wolff lässt sein Anti-Haarausfall-Shampoo Alpecin künftig von Jan Ullrich bewerben. Der Ex-Radprofi hat laut dem Handelsblatt einen Dreijahresvertrag... Mehr
dpa, 05. Februar 2010, 09:11 Uhr
Im Streit um die Zusatzbeiträge wirft der Deutsche Apothekerverband (DAV) den Krankenkassen eine Verschleierung ihrer Finanzlage vor. Die Krankenkassen würden Einsparungen durch Rabattverträge nicht an die Versicherten weitergeben, sagte DAV-Vorsitzender Fritz Becker der Bild-Zeitung. „Die Kassen verheimlichen ihren Versicherten eine Milliarden-Einsparung. Mit dem Geld könnten Millionen Versicherte entlastet werden, die jetzt von Zusatzbeiträgen bedroht sind.“
Nach Schätzungen des DAV sparen die Krankenkassen über Rabattverträge jährlich deutlich mehr als eine Milliarde Euro ein. Becker monierte, dieses Geld werde nicht an die Versicherten weitergegeben, sondern bleibe bei den Kassen. „Wir befürchten, damit werden steigende Verwaltungsausgaben gegenfinanziert“, sagte der DAV-Chef. Er fordert die Krankenkassen zu mehr Transparenz auf.
Auch Gesundheitsexperte Dr. Thomas Drabinski vom Institut für Mikrodaten-Analyse (IfMDA) ist laut Bild-Bericht sicher, dass Versicherte zu viel zahlen: „Die Zusatzbeiträge könnten deutlich niedriger ausfallen, wenn die Kassen ihre Finanzsituation offenlegen.“
Eine Sprecherin der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) wies die Vorwürfe zurück: „Durch die Rabattverträge sparen die Versicherten Geld bei Arzneien und müssen bei vielen Medikamenten weniger dazubezahlen.“