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Rabattverträge

DAK mit Ratiopharm, 1A und Pfizer

APOTHEKE ADHOC, 17. Februar 2010, 16:34 Uhr

  • Rabattverträge unter Dach und Fach: Die DAK hat Zuschläge zu 92 Wirkstoffen erteilt.Foto: Elke Hinkelbein
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Berlin -

Die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) hat bei ihren Rabattverträge Zuschläge zu 92 Wirkstoffen an jeweils drei Hersteller erteilt. Insgesamt wurden Verträge mit rund 60 Herstellern geschlossen. Die meisten Zuschläge hat die Ratiopharm-Gruppe gewonnen: Insgesamt 44 Wirkstoffe gingen an die Bietergemeinschaft Ratiopharm, CT Arzneimittel und AbZ Pharma.

Die Hexal-Tochter 1A Pharma konnte 26 Wirkstoffe holen, weitere 9 in einer Bietergemeinschaft mit Sandoz. Die Schweizer haben außerdem einen Wirkstoff allein gewonnen. Ebenfalls gut abgeschnitten haben Mylan Dura (24 Zuschläge), die Sanofi-Tochter Winthrop (20), Teva/AWD/Gry und Stada/Aliud (je 19), die Torrent-Tochter Heumann (13 plus 1 mit Solvay), Betapharm und Wörwag (je 12).

Auch Originalhersteller sind bei der DAK vertreten: Beim Parkinsonmedikament Cabergolin hat sich Pfizer (Cabaseril) neben Ratiopharm und Teva einen Zuschlag gesichert. Bei Tilidin und Naloxon teilt sich Pfizer (Valoron) das Los mit Stada und der Konzerntochter Aliud. Bayer hat sich über Bayer Vital und die Schering-Tochter Jenapharm gleich zwei Lose beim Hormonkombinationspräparat Levonorgestrel und Estrogen geholt, Sanofi-Aventis das Muskelrelaxans Tetrazepam (Markenname Musaril).

Die DAK hatte ihr Modell mit drei Zuschlägen pro Wirkstoff im September 2009 vor dem Landessozialgericht Essen durchgesetzt. Aus Sicht von DAK-Chef Professor Dr. Herbert Rebscher profitieren davon die Versicherten: „Dies kommt der Versorgungssicherheit und der Therapietreue der Patienten zugute.“ In vielen Fällen müssen sich Versicherte nicht an das Medikament eines anderen Produzenten gewöhnen, so Rebscher.

Die DAK hatte die Verträge in Kooperation mit der HEK und hkk ausgeschrieben. Die neuen Verträge decken laut DAK rund 21 Prozent der eigenen Arzneimittelausgaben ab. Im vergangenen Jahr habe die Kasse rund 3,1 Milliarden Euro für Medikamente ausgegeben.

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