Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
dpa, 16. August 2010, 10:25 Uhr
Der Bund wird sich nicht an den Kosten für die H1N1-Impfungen beteiligen. Ein entsprechender Bericht des Magazins „Spiegel“ wurde von den Bundesländern bestätigt. Die Länder hatten sich nach Ausbruch der Pandemie mit großen Mengen des Impfstoffes Pandemrix eingedeckt. Nur wenige Bürger ließen sich aber impfen. Damit bleiben die Bundesländer nach neuesten Berechnungen auf Kosten im dreistelligen Millionenbereich sitzen.
Eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergab, dass die Bundesländer mehr als zwei Drittel ihrer Gesamtausgaben für die Pandemrix-Impfungen in den Sand gesetzt haben. Die höchsten Kosten sind in Nordrhein-Westfalen entstanden: 3,7 Millionen der 4,2 Millionen Dosen wurden nicht verbraucht.
Indes ist weiterhin unklar, was mit dem verbliebenen Impfstoff passieren wird. In Sachsen werden große Mengen bei Großhändlern entsorgt. Bei Ärzten und Apothekern dürfen kleinere Mengen des Impfstoffes auch über den Hausmüll entsorgt werden.