PHARMAWESTEN
Teva / AbZ
APOTHEKE ADHOC Stellenmarkt
Wort & Bild Verlag
ACA Müller
Schweinegrippe

BMG und Behörden verteidigen Impfstoff

Désirée Kietzmann, 14. Oktober 2009, 14:25 Uhr

  • Wahl verteidigt: Der von der Regierung bestellte Impfstoff ist nach Angaben von Gesundheitsstaatssekretär Dr. Klaus Theo Schröder geprüft, wirksam und sicher.
Berlin -

Rund zwei Wochen vor dem geplanten Start der Massenimpfung gegen die Schweinegrippe bemüht sich das Bundesgesundheitsministerium (BMG), Zweifel an der Sicherheit des bestellten Impfstoffs auszuräumen. Zu den drei von der EU-Kommission zugelassenen Impfstoffen sagte Gesundheitsstaatssekretär Dr. Klaus Theo Schröder: „Sie sind geprüft, sie sind sicher, sie sind wirksam.“ Es gebe keinen Impfstoff, der besser oder verträglicher sei als der andere.

Anfang der Woche war bekannt geworden, dass die Bundeswehr für ihre Soldaten den Impfstoff Celvapan (Baxter) bestellt hatte, der - im Gegensatz zum von der Bundesregierung georderten Pandemrix (GlaxoSmithKline) - weder Adjuvantien noch quecksilberhaltige Konservierungsmittel enthält. Der Virologe Professor Dr. Alexander Kekulé von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hatte der Bundesregierung daraufhin eine „grobe Fehlentscheidung“ bei der Wahl des Schweinegrippe-Impfstoffs vorgeworfen.

Nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) beruht die Kritik, die sich vor allem auf die hohe Zahl an Nebenwirkungen stützte, auf Fehlinformationen. Es sei zu erwarten, dass bei der Hälfte der Geimpften keinerlei unerwünschte Wirkungen auftreten werden. Grundsätzlich bestehe allerdings das Risiko für lokale Reaktionen und leichtes Fieber.

Das Institut verteidigte die Entscheidung für den adjuvantierten Impfstoff. Vakzine mit Verstärker zeichneten sich durch eine besonders gute Immunogenität aus. Zudem bestehe die Hoffnung, dass der Impfstoff auch bei leichten Veränderungen des Virus noch schütze.

Da es sich bei Celvapan um einen Ganzvirusimpfstoff handele, sei auch hier mit einer erhöhten Reaktibilität zu rechnen. Bei Pandemrix sieht das PEI zudem Vorteile für die Praxis: Die Mischung aus Antigen und Adjuvans ist den Angaben zufolge 24 Stunden verwendbar, während das nicht-konservierte Celvapan innerhalb von drei Stunden verimpft werden muss.

Das PEI warnte davor, nur die Antigenkomponente von Pandemrix ohne vorherige Mischung mit dem Adjuvans zu verabreichen. Da der Impfstoff nur als Mischung zur Applikation zugelassen ist, würde ein nicht zugelassenen Impfstoff gegeben werden. Diese Art der Anwendung sei „unverantwortlich“. Zudem würde es keinerlei Dosierungsempfehlungen geben.

Lesen Sie auch

Sie müssen sich zuerst anmelden um an der Diskussion teilnehmen zu können

Newsletter

Newsletter kostenlos abonnieren

Anzeige easyApotheke

Newsletter

Newsletter kostenlos abonnieren

Kommentar

Randnotiz : Doping mit Ulle

Mutig, mutig: Der Hersteller Dr. Kurt Wolff lässt sein Anti-Haarausfall-Shampoo Alpecin künftig von Jan Ullrich bewerben. Der Ex-Radprofi hat laut dem Handelsblatt einen Dreijahresvertrag... Mehr

Porträt

Bluefish: Schweden liegt in Indien

Mit den Rabattverträgen kommen den Apotheken immer mehr Exoten ins Haus. Einer von ihnen ist der schwedische Generikahersteller Bluefish. Das junge Unternehmen hat eine klare Vision: „Wir wollen für... Mehr

Weiteres