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Blisterzentren trommeln für Honorierung

APOTHEKE ADHOC, 11. Februar 2011, 12:24 Uhr

  • Honorierung anvisiert: Der Bundesverband Patientenindividueller Arzneimittelverblisterer will mit einer Studie die Politik überzeugen.Foto: Elke Hinkelbein
  • Tablettengenaue Abrechnung: BPAV-Chef Hans-Werner Holdermann fordert eine eigene Vergütung für patientenindividuelle Verblisterung.Foto: Elke Hinkelbein
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Berlin -

Wer als Apotheke Patienten in Pflegeheimen beliefert, muss in der Regel individuelle Blister herstellen. Das kann händisch passieren oder maschinell, mit eigenem Automaten oder über ein Blisterzentrum. Die Kosten übernimmt jedenfalls bislang die Apotheke. Das wollen die Blisterzentren ändern, um bundesweit ins Geschäft zu kommen.

Der Bundesverband Patientenindividueller Arzneimittelverblisterer (BPAV) will die Politik für eine Umstellung der Arzneimittelpreisverordnung gewinnen. Deshalb wurde das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen IFH aus Köln mit einer Studie beauftragt. Das Institut hat ausgerechnet, wie viel Pflegeheime an Zeit und damit Geld sparen können, wenn das Personal Arzneimittel nicht manuell stellen muss, sondern in Blistern geliefert bekommt.

„Allein im Pflegebereich können die Apotheken - wie in der IFH-Studie nachgewiesen - ein Einsparpotential von 160 Millionen Euro erarbeiten“, sagte BPAV-Chef Hans-Werner Holdermann. „Durch die Änderung der Preisspannenverordnung, die der Verband will, können weitere 50 bis 60 Millionen eingespart werden. Allerdings kostet das Blistern natürlich auch Geld, so dass es zu einer Nettoeinsparung für das Gesundheitswesen von insgesamt 100 Millionen führen kann, wenn für alle Heimbewohner die patientenindividuelle Verblisterung eingeführt wird.“

Durch die Umstellung ließe sich Arzneimittelmüll reduzieren, argumentieren die Blisterzentren. Damit könnten 50 Prozent der Blisterkosten bezahlt werden. So könnten auch die Kassen sparen, selbst wenn sie für die Verblisterung zusätzlich bezahlen müssen.

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apotheke adhoc Debatte 2 Kommentare

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Community Mitglied 12. Februar 2011, 20:02 Uhr
Blistern macht arm!

Die einzigen, die sich eine goldene Nase verdienen werden, sind doch Herr Holdermann, Herr Kohl & Co. - alle anderen werden auf der Strecke bleiben; inklusive Apotheken und Patienten!!!

Und wieso bereitet eigentlich das IfH, von Apothekern (AV Nordrhein) und Noweda (!!!) finanziert, dem Blistern den Boden??

Community Mitglied 11. Februar 2011, 13:52 Uhr
Wer Studien bestellt und bezahlt, der diktiert

2006 kam Prof. Dr. E. Wille und Dipl.-Vw.M.Wolf in ihrem Gutachten "Neuverblisterung von Arzneimitteln" im Auftrag des VFA zu einem anderen und zwar negativem Ergebnis.

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