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Standesvertretung

Bellartz verlässt ABDA

APOTHEKE ADHOC, 14. Juli 2011, 15:28 Uhr

  • Abgang bei der ABDA: Thomas Bellartz ist ab September nicht mehr für die Apotheker tätig.Foto: ABDA
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Berlin -

Überraschung im Apothekerhaus in Berlin: Thomas Bellartz, Leiter der Gesamtkommunikation bei der ABDA, verlässt Ende August die Spitzenorganisation der deutschen Apothekerschaft. Bellartz war seit Juli 2007 für die Stabsstelle Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit veranwortlich und zugleich Pressesprecher der ABDA. Nach eigenen Angaben will sich der 42-Jährige ab September neuen beruflichen Herausforderungen widmen.

Bellartz bestätigte auf Nachfrage einen heute veröffentlichten Bericht des Fachmagazins „Pressesprecher“, nach dem der Ausstieg bereits seit längerem ein Thema gewesen ist: Laut Bericht hatte Bellartz „mit Rücksicht auf personelle Wechsel innerhalb der ABDA“ seinen bereits für Anfang 2011 geplanten Abgang auf den Sommer verschoben. Inwiefern damit der jüngste Umbau der ABDA-Geschäftsführung gemeint ist, wollte Bellartz nicht weiter kommentieren.

Bellartz hatte die Öffentlichkeitsarbeit der ABDA in den vergangenen vier Jahren auf breitere Beine gestellt und dabei sowohl politische als auch gesellschaftliche Themen aufgegriffen: Auf Parteitagen in Bund und Ländern ist die ABDA seit Ende 2007 mit einem eigenen Lobbystand vertreten. Seit 2008 ist die ABDA offizieller Partner des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) und damit auch Förderer der deutschen Mannschaft bei den Paralympics. Vor wenigen Wochen fand, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), zum Tag der Apotheke eine bundesweite Organspende-Kampagne statt.

Mit seinen Kampagnen löste Bellartz dagegen bisweilen kontroverse Reaktionen aus: Um auf das Problem der Arzneimittelfälschungen aufmerksam zu machen, schickte die ABDA Anfang 2009 einen Pillenhändler im Peniskostüm über deutsche Kinoleinwände. Unter dem Motto „Stoppt den Raubbau an der Apotheke“ warnten die Apotheker im vergangenen Jahr vor den Folgen des AMNOG und zogen damit den Unmut der Pharmagroßhändler auf sich. Für die „Köpfe-Kampagne“ der ABDA ließ Bellartz mehr als 1500 Apothekerinnen und Apotheker ablichten.

Über einen Nachfolger ist bei der ABDA offenbar noch nicht entschieden. Bellartz war 2007 als Nachfolger für Annette Rogalla zur ABDA gewechselt. Davor hatte der gelernte Tageszeitungsjournalist in der Redaktionsleitung der Pharmazeutischen Zeitung (PZ) gearbeitet und war als Berichterstatter zur DocMorris-Übernahme durch Celesio in ein Kartellverfahren geraten.

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apotheke adhoc Debatte 2 Kommentare

Mitdiskutieren
Community Mitglied 15. Juli 2011, 09:35 Uhr
Schade....

.... Danke für die gute Arbeit.

Community Mitglied 14. Juli 2011, 17:14 Uhr
Nachfolger

Die Hand, die du nicht abschlagen kannst, musst du schütteln.
Also, wenn sollte man nehmen ? Haucap? Lauterbach ??
Wen die BEK Chefin zum BPI geht, ist doch nichts unmöglich .....

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