Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
dpa, 23. Oktober 2010, 15:36 Uhr
Die Arbeitgeberverbände haben die Koalitionspläne zur GKV-Finanzierungsreform scharf kritisiert. Mit der geplanten Anhebung des Beitragssatzes der gesetzlichen Krankenversicherung im kommenden Jahr auf 15,5 Prozent breche die Koalition ihre Zusage der Beitragsstabilität, obwohl die deutsche Wirtschaft auch 2011 das Niveau vor der Finanzkrise noch nicht wieder erreiche, warnt der Bundesverband der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) in einer Stellungnahme für den Bundestag, die der „Braunschweiger Zeitung“ vorliegt. Der Bundestag will im November über das GKV-Finanzierungsgesetz entscheiden.
Dies sei „besonders gravierend“, weil zur Jahreswende auch der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung um 0,2 Prozentpunkte steige. Damit wachse die Summe der Sozialversicherungsbeiträge von 39,6 auf 40,4 Prozent. So würden die Erfolge der vergangenen Jahre gefährdet, in denen Deutschland durch eine moderate Lohnpolitik und die Senkung der Sozialbeiträge die Wettbewerbsfähigkeit bei den Arbeitskosten verbessert habe. „Weiter steigende Arbeitskosten gefährden die Arbeitsmarktentwicklung“, erklärt der BDA.