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Gesundheitspolitik

Bahr und die Goldbarren

Janina Rauers, 14. Februar 2012, 10:34 Uhr

  • Viel erreicht: Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) ist mit sich zufrieden.Foto: Apobank
Düsseldorf -

Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO), Pick-up und nicht zuletzt die Reform der Vergütung: Die Apotheker hätten viele Fragen an Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). Doch der hat entweder keine Zeit für die Pharmazeuten – Beispiel Apothekertag – oder belässt es bei unverbindlichem Palaver. Beim „Gesundheitspolitischen Jahresauftakt“ der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank) in Düsseldorf gab sich der Minister und FDP-Landeschef die Ehre, sprach aber nicht über die Nöte der Heilberufler, sondern über das abgewendete Milliardendefizit und die Rolle der Gesundheitswirtschaft als Jobmotor.

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Als die FDP das Gesundheitsministerium im Herbst 2009 übernommen hatte, habe man keineswegs „Goldbarren im Keller“, sondern ein drohendes Rekorddefizit vorgefunden, so Bahr. Das Bild ist alt und war schon bei seinem Amtsantritt bemüht worden. Auch am Selbstvertrauen des Ministers hat sich trotz aller politischen Turbulenzen nichts geändert: Die Erhöhung des Krankenversicherungsbeitrags und die Einsparungen bei den Arzneimittelausgaben hätten gegriffen. Die Sparmaßnahmen in 2011 und 2012 seien aber nicht als Dauerzustand geplant. Gleichzeitig warnte er davor, in der derzeit guten Finanzlage das Geld „zu verprassen“, sondern sinnvoll zu investieren.

Als unsachlich kritisierte Bahr die Diskussion, dass die im Versorgungsstrukturgesetz vorgesehene bessere Vergütung für Ärzte nicht den Patienten ankomme: Demotivation und Frustration seien die schlechteste Voraussetzung für die Versorgung von Patienten.

Bahr betonte zudem die Rolle von Apothekern und niedergelassenen Ärzten für die Wirtschaft: Als mittelständische Unternehmen würden die Freiberufler Arbeitsplätze bereitstellen, die im Gegensatz zu denen internationaler Konzerne nicht nach China, Indien oder Osteuropa verlagert werden könnten. Sorge bereite ihm aber der Nachwuchs: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf müsse gewährleistet werden.

Die Apotheker waren nicht die einzigen, die mit einigen unbeantworteten Fragen nach Hause gegangen sein dürften: TV-Nachrichtenmoderatorin Gundula Gause fragte nach der Auszahlung von Beiträgen an die Versicherten – sie solle noch einige Tage abwarten, so Bahr. Außerdem liege die Entscheidung bei den Krankenkassen.

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apotheke adhoc Debatte 8 Kommentare

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Community Mitglied 20. Februar 2012, 14:41 Uhr
#8 Mister zwei Prozent !

Ist schon merkwürdig. Eine Partei, die kaum noch Rückhalt in der Bevölkerung hat, hat ein so wichtiges Ministerium inne.
Ich denke bei den nächsten Wahlen wird die FDP in der Bedeutungslosikeit verschwinden, aber man täuscht sich auch manchmal.

Community Mitglied 14. Februar 2012, 22:14 Uhr
#7 Bahrblabla

wieso wird der überhaupt von der Apobank eingeladen??? Spende?!? Und dann das übliche Bahrblablabla...die PZ war auch schon bei ihm auf dem Schoß. Und davor die DAZ. Hoffentlich muss ich hier nicht auch noch das Höhle Geschwätz von Mister 2 Prozent lesen.

Community Mitglied 14. Februar 2012, 18:16 Uhr
#6 Liebe Kollegen,

freut euch doch, der Bahr ist doch schon abgewählt. Das Datum seiner Amtsübergabe steht fest.

Nun versucht er sich der Wirtschaft anzubiedern und gibt hier seine Bewerbung ab. Mal sehen, welche Firma ihn einkauft...

Community Mitglied 14. Februar 2012, 13:18 Uhr
#5 Er hat wirklich keinerlei Ahnung..

"die mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf" ist für die Nachwuchssorgen verantwortlich?
Ich möchte mal wissen, in welcher Branche so viele Frauen in jeglicher Ausformung von Teilzeit arbeiten, wie in den Apotheken. Perfekte Vereinbarkeit von Familie und Beruf!!
Nein Herr Bahr. Die Nachwuchssorgen kommen daher, dass sich ein junger Mensch heute sehr gut überlegen muss, ob er mit dieser Wahnsinnsarbeit, die wir Tag für Tag für die kranken Kassen leisten, noch seinen Lebensunterhalt bestreiten kann.
Oder er denkt mal darüber nach, ob er sich obendrein dann noch von Politik und Medien als Prügelknabe benutzen lassen will.
Oder er überlegt sich, ob er Lust hat, sich von der Politik (ja, Herr Bahr, da gehören auch Sie dazu) regelmäßig erst anlügen und dann über den Tisch ziehen lassen will.
Oder..oder..oder..oder.
Mann informieren Sie sich doch endlich mal, was in Ihrem Ressort wirklich abgeht!!

Community Mitglied 14. Februar 2012, 13:05 Uhr
#4 .

Wer sich das PZ-Gespräch mit Bahr durchliest, stellt fest, dass der Mann erkennbar gelangweilt ist von Apotheker-Themen wie ApBetrO, AMNOG, Vergütung etc. Mehr als routiniert abgespulte Banalitäten sind da nicht zu erwarten. Selbstverständlich wird - unabhängig davon, wie sich die Finanzen der GKV entwickeln - niemals über eine Erhöhung des Honorars nachgedacht, lediglich die Höhe des Rabatts könnte ein Thema sein. Bis zum St.-Nimmerleins-Tag werden die 8.10€ abzgl. Rabatt Bestand haben. Das Gefasel von der "Wichtigkeit der Apotheker" heißt übersetzt immer nur, "solange sie immer mehr Leistungen für real immer weniger Geld erbringen". Im Übrigen vermute ich, dass Bahrs Hauptsorge dem Zustand seiner Partei und der damit verbundenen Gestaltung seiner Zukunft gilt.

Community Mitglied 14. Februar 2012, 12:26 Uhr
#3 Herrlich so ein verlogenes Pack,

erst uns etwas von weniger abknöpfen und zig Kollegen in den Ruin treiben.
Den anderen Leistungserbringern aber nur die Erhöhungen kürzen ! Das alles wegen einem nicht eingetretenen Rekordminus !! Nun will der korrupte und kriminelle Schäuble (manche vergessen die Parteispendenaffäre nicht) lieber den Bundeszuschuß an die Kassen senken !! Bahr will lieber das Geld an die Versicherten auszahlen lassen !!

Herzlichen Dank Herr Bahr, schöne Wahlkampfgeschenke. wollen wir wetten das durch die beiden oben genannten Maßnahmen. Die Kassen für 2013 ein "Rekordminus" prognostizieren werden. Da kommen dann die blöden Leistungserbringer als Sparopfer gerade recht. Es geht ja dann "leider" wieder nicht anders.

So motiviert man Leistungserbringer, toll, toll, toll .

Community Mitglied 14. Februar 2012, 11:17 Uhr
#2 warum auch?

"......sprach aber nicht über die Nöte der Heilberufler, sondern über das abgewendete Milliardendefizit und die Rolle der Gesundheitswirtschaft als Jobmotor".

....die von denen bezahlt werden, über deren probleme er nicht sprechen
möchte.

"Demotivation und Frustration seien die schlechteste Voraussetzung für die Versorgung von Patienten"

....wie kommt er dann da drauf?

3% eingebung?

Community Mitglied 14. Februar 2012, 10:59 Uhr
#1 was ganz neues...

"Demotivation und Frustration seien die schlechteste Voraussetzung für die Versorgung von Patienten" - ach echt?!?

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