Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
APOTHEKE ADHOC, 17. Februar 2011, 12:08 Uhr
Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg, mit rund 2500 Mitgliedesapotheken nach Bayern die Nummer 2 in Deutschland, munitioniert sich für die politische Arbeit: Aktuell werden die Apotheker zu den Auswirkungen des Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetzes (AMNOG) befragt. „Wir wollen genauer wissen, was das AMNOG in den Apotheken auslöst“, erklärte Verbandschef Fritz Becker, der auch Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) ist.
Es sei bereits im Vorfeld viel gemutmaßt worden, wo und wie sich die Gesundheitsreform niederschlagen werde, so Becker. „Wir wollen nun Zahlen haben: Wo müssen wie viele Arbeitskräfte eingespart werden? Wo werden Leistungen wie kostenfreie Lieferung bis ans Krankenbett oder Kundenzeitschriften und andere Zugaben gestrichen? Wie verhält sich der Großhandel wirklich in den Verhandlungen der neuen Konditionen? All das fragen wir online bei unseren Mitgliedern ab.“
Zu 25 Fragen können die Mitglieder im internen Bereich der Verbands-Website ihre Meinung abgeben. Die Antworten werden anonymisiert und kumuliert ausgewertet. „Wir wünschen uns, dass möglichst viele Mitglieder in Baden-Württemberg mitmachen. Denn die Erkenntnisse sollen uns helfen, in politischen Gesprächen noch zielgerichteter Forderungen stellen zu können und zu belegen, wo es durch das AMNOG zu untragbaren Veränderungen für die einzelne Apotheke kommt“, so Becker. Der LAV hatte seine Mitglieder bereits vor vor zwei Jahren zum Thema Hilfsmittelversorgung befragt.
apotheke adhoc Debatte 5 Kommentare
MitdiskutierenLAV Baden-Württemberg befragt Mitglieder
Hoffentlich setzt sich die Erkenntnis endlich mal durch anzufangen dieses perfide Gestz zu stoppen.
In Rheinland Pfalz schlafen alle Berufsvertretungen noch.
Ich hoffe für uns Alle, dass noch etwas passiert
Mitmachen ist angesagt
Da kann ich nur jedem LAV-BaWü-Mitglied empfehlen: Mitmachen und dadurch das Zustandekommen eines belegbaren Meinungsbildes befördern, das dann in der politischen Arbeit und in der Kommunikation nutzbar sein wird.
Richtig so.
Hoffentlich fragen die anderen Verbände auch mal nach. Und der DAV nutzt die Stimmung für eine klare Positionierung - innerhalb der ABDA und außerhalb...
Wohin?
Ich praktiziere nicht in Baden-Württemberg, was soll ich machen?
..abda???
abda, wo bist du? ich finde es toll, dass sich ein landesverband darum kümmert. was mach die abda..ach ja, immobilienschau in berlin...da bleibt nicht viel zeit.