Randnotiz : Doping mit Ulle
Mutig, mutig: Der Hersteller Dr. Kurt Wolff lässt sein Anti-Haarausfall-Shampoo Alpecin künftig von Jan Ullrich bewerben. Der Ex-Radprofi hat laut dem Handelsblatt einen Dreijahresvertrag... Mehr
Patrick Hollstein, 30. August 2010, 10:30 Uhr
Privatversicherte sollen nach Plänen aus der Koalition künftig vom Herstellerrabatt profitieren; eine Benachteiligung gegenüber Kassenpatienten ist nach Ansicht der Gesundheitsexperten von Schwarz-Gelb nicht zu rechtfertigen. Auf die Apotheken kommen damit neue Aufgaben zu: Mit dem Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) sollen sie zu Inkassostellen nicht nur für die GKV, sondern auch für die PKV werden. Für den Aufwand könnten sie aber eine spezielle Vergütung erhalten.
Nachdem verfassungsrechtliche Bedenken ausgeräumt wurden, hatten BMG, PKV und ABDA in den vergangenen Wochen über die Details verhandelt. Im Vordergrund standen neben der Frage, wem der Rabatt eigentlich zusteht - Versicherung oder Versichertem - Verfahrensabläufe wie die Authentifizierung in der Apotheke oder die Abrechnung des Rabatts. Schließlich gehen Privatrezepte im System der Kostenerstattung bislang nicht über die Rechenzentren der Apotheken.
Nun scheint eine Lösung gefunden: Nach Informationen von APOTHEKE ADHOC soll der Versicherte - sowohl Privatpatient als auch GKV-Selbstzahler - den Anspruch auf den Rabatt bekommen. Die Apotheke soll sich um die Abwicklung mit den Pharmafirmen kümmern. Andere Lösungen, etwa die Direktabwicklung durch die Versicherungskonzerne oder eine Anpassung der Listenpreise, sind dem Vernehmen nach vom Tisch.
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apotheke adhoc Debatte 2 Kommentare
MitdiskutierenMarktwirtschaft oder staatlich festgesetze Herstellerabgabepreis
.......... Das ist doch die Frage, über die auch hier wieder nur halbherzig entschieden werden soll (oder doch nicht?).
Ich bin für:
Festlegen der Hersteller-Abgabepreise von einer unabhängigen Einrichtung (?) für jedes Medikament, jede Darreichungsform, jede Stärke, jede Menge ......
Und dann vor allem:
Stopp den Verwaltungs-Wahnsinn bei der Abwicklung von Herstellerrabatten, GKV-Abschläge (mit welcher Berechtigung fordern die GKV eigentlich einen Rabatt von den Apotheken??), des Rabattes vom Rabatt der GKV-Abschlägen (wegen Mehraufwand der Apotheken), usw. usw.
Ich fordere die Gesundheitsreform "auf dem Bierdeckel" (wie groß auch immer der dann auch sein wird; Hauptsache, sie ist aus einem Guß und kein "Reförmchen" wie die bisherigen)!
und
sollen doch die PKV direkt "ihre" Rabatte mit den Herstellern abrechnen - falls diese welche gewähren! und
warum via Apotheken und Apotheken-Rechenzentren?
Wehret den Anfängen........, denn wer möchte schon Privatpatienten über Rechenzentren abrechnen?!!
Tragfähige Argumente dagegen gäbe es doch genügend, liebe Kollegen beim DAV, oder?
Verwaltungsaufgaben
Den Einzug übernehmen wir doch auch für die gesetzl. Krankenkassen. Da gibts dann kein Geld oder?