Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
Patrick Hollstein, 25. Januar 2012, 10:36 Uhr
Wie bislang sind Apotheken zur ständigen Dienstbereitschaft verpflichtet; außerhalb der üblichen Ladenöffnungszeiten können sie von der zuständigen Behörde befreit werden. Dies gilt insbesondere für Filialverbünde, denen das BMG zumindest für diesen Bereich nach wie vor eine „größere betriebliche und organisatorische Gestaltungsfreiheit“ einräumen will. Befürchtungen, dass sich dadurch „Schwerpunktapotheken“ bilden könnten, sind laut BMG nach wie vor rechtlich nicht begründet. Allerdings müssen die Inhaber jetzt ein „berechtigtes Interesse“ nachweisen.
Der Botendienst soll künftig über den Einzelfall hinaus möglich sein – der Bote muss allerdings zum Team gehören. Sofern nicht in der Apotheke beraten wurde, muss dies bei der Lieferung nachgeholt werden.
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apotheke adhoc Debatte 13 Kommentare
Mitdiskutieren#13 Eine Zertifizierung..
.. für die Krankenkassen wäre doch auch interessant! So manches Mal erkundigen sich Sachbearbeiter der KK bei mir, da bleibt mir schon zuweilen die Spucke weg..mmhh.. bei der Gelegenheit kann man doch noch mal die Vorstandsgehälter unter die Lupe nehmen.. gg ..
#12 QMS Pflicht
so ein Quark. QMS hat inhaltlich genauso viel mit seinem Namen zu tun wie "Wiederaufbereitungsanlage" als Mülldeponie.
#11 @ 5 Genau am schlimmsten ist der Wegfall ....
... der vorgeschriebenen Laborausstattung und der Fachliteratur !!! Mal sehen wielange es dauert bis ein Richter (der verständlicherweise keine Lust hat sich in den Mist tiefer reinzudenken) entscheidet das das EAB Pflicht und Standard ist.
Nicht so schlimm ??
Das ist dann Standard !!! Alternative Prüfvorschriften etc. sind rechtlich nicht mehr gedeckt. Also laut selben Richter sind alle im EAB genannten Prüfvorschriften verbindlich !!
Aber wahrscheinlich reicht dann ein IR-Spektrometer für einen Filialverbund ??
@ 7 und 8
Also ich kann nur sagen das in unserem Bundesland die ehrenamtlichen bei Verband/Kammer sich ordentlich ins Zeug legen. Die haben z.T. noch mehr graue Haare als die normalen Kollegen. (o.K., o.K. ja ich bin selber eine davon, habe auch 2 kleine Kinder).
Ja und es gibt leider Kollegen (nicht im LAV/Kammer) die genau solch einen ApoBetrO an den Verbänden vorbei lautstark fordern.
#10 Mit Verlaub........................
Wir werden "verarscht" !
- Kein Bekenntnis ZUR inhabergeführten Apotheke-vor-Ort !
- Kein Bekenntnis GEGEN pick-up!
- Fadenscheinige Auflagen für professionelle Arzneimittelversender !
Stattdessen hat das BMG hat ein perfektes Beschäftigungsprogramm für uns und unsere Standesvertretung vorgelegt einschließlich einer schwachsinnigen - aber wie immer ministeriell exakten - Kosten-/Nutzenanalyse.
Wenn dieses Papier in das Gesetzgebungsverfahren eingebracht wird, kann es nur eine Antwort von uns geben:
Kollektiver Aufschrei !
Laßt uns für unsere Berufsauffassung kämpfen.
#9 bleiben lassen.
ich lese nur nebulösen und interpretierbaren und vor allem ausufernden bürokratischen Quatsch. Dafür werden die Leute bezahlt. Meine Empfehlung: lieber bleiben lassen.
Was man alles schriftlich (!) festhalten soll! Wer im HV tätig sein darf. Hallo? Was sind "regelmäßige Unterweisungen"? und so weiter.
Kosten soll das Ganze ja auch noch was. Dafür sollten diese "Superhirne" uns doch erst mal die Mittel gewähren.
#8 lustig..
.. daß Sie automatisch vom Kollegen sprechen, ich bin aber eine Kollegin mit 2 kleinen Kindern, die einfach zuguckt, was dort von meiner Standesvertretung verbockt wird.. Ich entschuldige mich bei Ihnen-Pauschalaussagen sind fast kaum zu vermeiden, denn ich kenne kaum ein Gesicht meiner Standesvertretung, muß aber wohl mit ihren Taten leben.
Ich schiele oft heimlich zu den Ärzten rüber, da läuft zwar auch nicht alles rund, aber deren Verdienstentwicklung..da kann man schon etwas neidisch werden..nun denn, ich wünsche mir einfach mehr Power, mehr Selbstbewusstsein, mehr "für-uns-auf-den-Tisch-hauen" von meiner Vertretung in den Verhandlungen! Und zur Not gehen wir auf die Strasse - wo ist das Problem??? Das Stillehalten der Kammer und des Verbandes ist kaum erträglich!!!
#7 Jaja, die Faulen in den Verbänden... (@#3 und #6)
Vielen Dank für die Blumen, nach 12 Jahren Ehrenamt wäre es für mich eh mal Zeit, sich mal um anderes zu kümmern. Sie können sich bei mir melden, dann können sie meinen Ehrenamtsjob haben. Und ich kümmere mich dann wieder nur um das Überleben MEINER Apotheke. Also, nur Mut lieber Kollege!
Viele Grüße
Thomas Müller
#6 das ist..
..ein super passendes Wort - Deprofessionalisierung!!
Leider kranken daran ganz viele Berufssparten - beginnend bei den Quereinsteigern aus der Politik, geendet bei den Friseuren... ich finde heute keinen mehr-nur noch McFöhn..
So traurig es klingt, ich denke, es muß erst Tote geben, bevor die Politik/Bevölkerung merkt, warum es Apotheken und ihr Personal gibt.
Und der Sozialneid bleibt uns auf ewig erhalten!
Ich werde für eine 70-Stunden-Woche und Verantwortung für 10 Arbeitsplätze aber auch nicht mit 1500 Euro mtl. nach Hause gehen.
Ich habe mein Personal aufgestockt und mache jetzt mehr Freizeit, denn auch ich habe nur dieses eine Leben!
#5 Ah okay - ja....
>Der Botendienst soll künftig über den Einzelfall hinaus möglich sein – der >Bote muss allerdings zum Team gehören. Sofern nicht in der Apotheke >beraten wurde, muss dies bei der Lieferung nachgeholt werden.
Reicht das nicht, wenn ich dem ein Team-Shirt spendiere?! Dann gehört der auch zum Team...
... und beraten tu ich immer in der Apotheke. Glauben die denn, ich würde ne PTA als Fahrerin abstellen? Ja, DRUCK ich mir mein Geld jetzt selber?
>PKA und andere Angestellte ohne pharmazeutische Ausbildung dürfen >künftig Arzneimittel unter Aufsicht eines Apothekers abfüllen und >kennzeichnen und das pharmazeutische Personal unterstützen, etwa bei >der Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln oder bei der Vorbereitung >der Abgabe.
Naja, das mit der PKA ist ja nicht neu - die lernen das m.W.n. in ihrer Ausbildung zum Teil, also - warum denn nicht. Allerdings: "andere Angestellte ohne pharmazeutische Ausbildung" dürfen Herstellen und Prüfen - ja, ne: darf die Putzfrau jetzt FAM-Prüfungen machen und Salben herstellen?! Das ist doch Bockmist, wertet die Tätigkeit des pharmazeutischen Personal ab und gefährdet die Arzneimittelsicherheit. Das sollte auch die PKA nicht dürfen...
>Die Listen mit Geräten und Pflichtliteratur wurden gestrichen; die >Ausstattung wurde in das Ermessen des Apothekenleiters gestellt.
... tja... damit ist das Labor tot und die Verpflichtung, Fachliteratur vorrätig zu haben auch. Super Sache -.-
Alles in allem immer noch ein Schritt in Richtung Deprofessionalisierung des Berufsstandes. I do not like that.
#4 zu#3
...gute frage zum versandbotendienst. warum geniesst der postbote mehr vertrauen als die boten der apotheke? oder ist er etwa zustellerfachpersonal?
das wäre doch eine feine begründung contra versand: versandapotheke oder pick up, wenn es sich nicht anders regeln lässt, aber dann bitte, wie die apotheke, durch fachpersonal.