Der Kopf entscheidet
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APOTHEKE ADHOC, 08. September 2011, 10:44 Uhr
Als erste große Krankenkasse hat die AOK Nordwest die so genannte AOK-Patientenquittung eingeführt. Versicherte haben jetzt die Möglichkeit, sich im Internet über ihre Behandlungskosten zu informieren: Verordnete Medikamente, erhaltene Heil- und Hilfsmittel, Arzt- und Zahnarztbesuche - nahezu alle Leistungen, die über die Versichertenkarte abgerechnet werden, können eingesehen werden.
Dazu müssen sich die Patienten mit Namen, Versichertennummer und E-Mail-Adresse online anmelden und erhalten dann per Mail einen Bestätigungslink und per Post einen Aktivierungscode. Mit beiden wird die Patientenquittung freigeschaltet. Die Kostendarstellung steht den Versicherten aber nicht sofort zur Verfügung: Frühestens nach etwa vier Wochen sind Informationen zu den verordneten Arzneimitteln abrufbar, ambulante ärztliche Leistungen erscheinen erst nach sechs Monaten auf der Website.
Eine völlige Transparenz wird es aber nach wie vor nicht geben: Bei den Arzneimitteln wird beispielsweise nur der Bruttopreis angegeben. Offen bleibt nach wie vor, wie groß die Einsparungen sind, die durch Hersteller-, Großhandels- und Kassenabschlag sowie die Rabattverträge entstehen. „Wir wollen die Apotheker nicht in Bedrängnis bringen“, erklärt ein AOK-Sprecher. Schließlich würden die Versicherten in der Apotheke auch nur die Bruttopreise erfahren.
Die Konzeption und Umsetzung der Patientenquittung erfolgt durch das IT-Unternehmen Careon. Neben der AOK Nordwest nutzen bereits zwölf Betriebskrankenkassen das System des Anbieters.
apotheke adhoc Debatte 2 Kommentare
MitdiskutierenIn Bedrängnis bringen
wird uns das nicht. Jedenfalls dann nicht wenn der Preis aufgeschlüsselt ist. Wenn die Differenz zwischen AOK Preis und Bruttopreis als unser Gewinn hingestellt wird dann schon.
super..
dann sollten die AOK patienten sich ihre jahresbestätigungen auch dort abholen.