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Rabattverträge

AOK prüft 68 Angebote

Alexander Müller, 04. November 2008, 17:44 Uhr

  • Spreu vom Weizen trennen: Die AOK prüft derzeit die Angebote für die neuen Rabattverträge.Foto: Elke Hinkelbein
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Berlin -

Die AOK sortiert und prüft derzeit in einer eigens eingerichteten Abteilung die Angebote der Hersteller zu den neuen Rabattverträgen. Gestern endete die Angebotsfrist für die Ausschreibung über 64 Wirkstoffe mit einem Umsatzvolumen von 2,3 Milliarden Euro im Jahr 2007. „Bis zum Ende der Angebotsfrist sind 68 Bieterangebote eingegangen - alle namhaften Unternehmen sind dabei“, sagte AOK-Verhandlungsführer Dr. Christopher Hermann.

Laut AOK hatten 114 Interessenten die so genannten Verdingungsunterlagen angefordert. Trotz zu erwartender juristischer Gegenmaßnahmen seitens der Pharmaunternehmen will die AOK eine Vorbereitungsfrist von mindestens zwei Monaten zur Lieferfähigkeit der Rabattarzneien sicherstellen, kündigte Hermann an.

Die neuen Verträge sollen am 1. März 2009 für zwei Jahre in Kraft treten. Doch Hermann zeigte sich zuletzt selbst wenig überzeugt von seinem Zeitplan: Er rechne fest mit Nachprüfungsverfahren und sagte mit Blick auf die bevorstehenden Rechtsstreitigkeiten: „Wenn wir erst im Februar abschließen können, wird es eng.“

Die Kasse hatte auf Drängen der Hersteller schon die Angebotsfrist um einen Monat verlängert. Nachdem die vergangene Ausschreibung der AOK größtenteils juristisch zu Fall gebracht worden war, galt laut Hermann diesmal die Maxime, „alle möglichen rechtlichen Angriffe im Vorhinein zu kontern“.

Erstmals hatte die AOK das Bundesgebiet in fünf Regionallose unterteilt. Zudem soll künftig nur ein Hersteller pro Wirkstoff den Zuschlag erhalten. Die AOK werde „peinlich genau darauf achten, dass alles transparent, fair und nachvollziehbar ist“, hatte Hermann gegenüber APOTHEKE ADHOC vorab angekündigt, da ein erneutes Scheitern „eine Katastrophe“ wäre.

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