Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
Benjamin Rohrer, 06. Februar 2012, 19:34 Uhr
In seinem Brief an AOK-Vorstand Uwe Deh und andere Kassenvorstände verteidigte Spahn die Haltung seiner Partei zum Zwangsrabatt. Er merkte an, dass man auch „Geschenke an die Kassen“, wie etwa für 2013 geplante Lockerungen bei den Verwaltungskosten, überdenken könne.
Der GKV-Spitzenverband, der Verband der Ersatzkassen (vdek) und der BKK-Bundesverband wollten den Brief gar nicht kommentieren. Der AOK-Bundesverband reagiert lediglich auf die Berichterstattung: Eine „interpretierte Drohung gegenüber den Kassen unterstellen wir Herrn Spahn nicht“, so ein Sprecher.
In ihrer Stellungnahme zur AMG-Novelle hatte der GKV-Spitzenverband zuletzt gefordert, dass der Kassenabschlag für 2013 wieder auf 2,30 Euro festgelegt wird. Andere Stimmen aus dem Kassenlager sprechen mittlerweile von Verhandlungen auf Basis von 2,05 Euro. Dem Vernehmen nach wollen sich Vertreter der Kassenverbände noch in dieser Woche zum Thema Kassenabschlag austauschen.