Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
APOTHEKE ADHOC, 27. Mai 2011, 11:33 Uhr
Die Apotheken haben in den ersten vier Monaten insgesamt 415 Millionen Euro an Kassenabschlag bezahlt. Dies berichtet das Marktforschungsunternehmen IMS Health. Legt man den alten Abschlag von 1,75 Euro zugrunde, kommt man für den Vorjahreszeitraum auf einen Wert von 355 Millionen Euro und damit einen Zuwachs von 17 Prozent. Dieser lässt sich alleine auf die Anhebung des Zwangsrabatts auf 2,05 Euro zurückführen, da sich die Zahl der abgebenen Packungen mit 229 Millionen Stück kaum verändert hat.
Die GKV-Ausgaben für Arzneimittel, Impfstoffe und Diagnostika lagen mit 9,7 Milliarden Euro knapp 5 Prozent unter Vorjahresniveau. Bei diesem Wert sind neben dem Kassenabschlag auch die weiteren Zwangsrabatte abgezogen: Die Hersteller zahlten 749 Millionen Euro, nach 344 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der neu eingeführte Großhandelsabschlag von 0,85 Prozent brachte 55 Millionen Euro. Insgesamt summieren sich die Abschläge laut IMS damit auf 1,2 Milliarden Euro.
apotheke adhoc Debatte 1 Kommentar
MitdiskutierenDa schießen mir dann doch die Tränen in die Augen ..............
......wenn ich mir überlege, daß wir "Mittelständler" per AMNOG-ZwangsGesetz - neben die übrigen Einbußen über verschlechterte (!!!!!) Einkaufskonditionen - mal so eben 60 Millionen zusätzlich an die Kranken-Kassen abdrücken müssen, während die ganze Deutsche Pharma-Industrie lediglich 400 Millionen "opfert" ...................
Herr Minister Bahr, stoppen Sie diesen Wahnsinn !
Verlangen Sie, Daß die Kranken-Kassen ENDLICH die Hosen 'runter lassen bei ihren zusätzlichen Einnahmen durch die RABATT-VERTRÄGE.................. !