Antibiotika

Schnellschuss-Antibiose vom Zahnarzt APOTHEKE ADHOC, 11.01.2017 08:52 Uhr

In Deutschland leidet fast jeder zweite Erwachsene an einer Parodontalkrankheit. Unbehandelt kann eine Parodontitis zum Abbau des zahntragenden Knochens und somit zum Zahnverlust führen. Die Erkrankung ist eine chronische und meist schmerzfreie Entzündung. Erste Anzeichen können Zahnfleischbluten und ein geschwollenes dunkelrotes Zahnfleisch sein.

Zahnärzte verordnen ebenso im Rahmen eines Eingriffes prophylaktisch ein Antibiotikum, mit dem die Patienten meist einen Tag vor der Behandlung starten sollen. Während einer Operation werden Bakterien ins Blut geschwemmt. Ist das Immunsystem intakt, kann es die pathogenen Keime unschädlich machen. Eine Prophylaxe ist hingegen bei Risikopatienten, die zum Beispiel unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, geeignet.

Amoxicillin ist ein Breitbandantibiotikum. Das Aminopenicillin zählt zu den Beta-Lactamen und ist gegen gram-positive und einige gram-negative Bakterien wirksam. Der Zusatz von Clavulansäure kann das Wirkspektrum ausweiten, denn der Beta-Lactamase-Inhibitor verhindert die Inaktivierung von Amoxicillin durch das Bakterienenzym.

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