PHOENIX - Apotheken Management Center Regeneratio B12® APOTHEKE ADHOC Stellenmarkt
Wort & Bild Verlag
ACA Müller ADAG Pharma AG
APOTHEKE ADHOC - Quiz
Selbstmedikation

Zeitschrift: Grünes Rezept ist Werbetrick

APOTHEKE ADHOC, 26. Juli 2011, 14:28 Uhr

  • Irreführung der Patienten? "Gute Pillen - Schlechte Pillen" sieht im Grünen Rezept nicht mehr als einen Werbetrick.Foto: Marcus Witte
Anzeige Bewerben Sie sich jetzt!
Berlin -

Mit dem Grünen Rezept hatten Deutscher Apothekerverband (DAV), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Pharmaverbände BAH und BPI nach dem OTC-Ausschluss 2004 versucht, die arztgestützte Selbstmedikation zu fördern. 2009 legte der BAH die Kampagne im Alleingang neu auf und verteilte 15 Millionen Blankoformulare; seit einem Jahr ist die Firma Amedicon für die Initiative zuständig. Die Gesundheitszeitschrift „Gute Pillen - Schlechte Pillen“ sieht in der Aktion nicht mehr als einen „geschickten Werbetrick der Arzneimittelanbieter“.

In der Rubrik „Werbung - Aufgepasst“ erklären die Autoren in der aktuellen Ausgabe, warum es das Grüne Rezept gibt und wer davon profitiert. Anhand zweier großer Werbeanzeigen für doc Schmerzgel (Hermes) und Limptar (Cassella-med) wird dargestellt, dass Ärzte auch heute noch aktiv von Pharmaherstellern aufgefordert würden, OTC-Präparate auf Grünem Rezept zu verschreiben.

Den Patienten werde durch das Grüne Rezept vorgegaukelt, die auf dem Formular notierten Präparate seien verordnet und genauso wichtig wie erstattungsfähige Präparate. „Das ist ein Problem und die Zeche zahlen die Patienten“, so die Autoren. Denn auf Grünen Rezepten stünden oft Arzneimittel, die „aus guten Gründen“ nicht mehr auf Kassenrezept verordnet werden dürften: „Der Gemeinsame Bundesausschuss schließt solche Arzneimittel häufig ja gerade wegen medizinischer Bedenken von der Erstattungsfähigkeit aus.“

Beim BAH sieht man den Artikel gelassen: Die Empfehlungen kämen alleine von den Ärzten; außerdem seien die Rezepte komplett werbefrei.

Lesen Sie auch

Neuere Artikel zum Thema

apotheke adhoc Debatte 2 Kommentare

Mitdiskutieren
Community Mitglied 27. Juli 2011, 17:34 Uhr
aus gutem Grund...

..da die GKV einige sehr gute, nebenwirkungsarme Medikamente nicht übernimmt, die aber sehr therpieunterstützend sind...
Bei chronischen Erkrankungen habe ich die deutlichsten Besserungen sowieso, fast nur!, mit nicht verschreibungsfähigen "Dingen" erziehlt...

Community Mitglied 26. Juli 2011, 16:44 Uhr
Da stelln wir uns mal janz blöd...

„Der Gemeinsame Bundesausschuss schließt solche Arzneimittel häufig ja gerade wegen medizinischer Bedenken von der Erstattungsfähigkeit aus.“

Mittlerweile darf wohl jeder Schreiberling seinen erfunden Blödfug veröffentlichen, solange es nur gegen die Apotheken geht!!

Schade, dass unsere Standesorganisation dazu nichts zu sagen hat.

Sie müssen sich zuerst anmelden um an der Diskussion teilnehmen zu können
Anzeige APO-Audit: Jetzt anmelden!

Newsletter

Newsletter kostenlos abonnieren

Anzeige
Jetzt verfügbar

Verkaufsstart von Regeneratio B12® Mehr

Kommentar

Der Wahn des Großkunden

Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr

Facebook - Fanblock

Porträt

Der Tag der Apotheke

Am 10. September 1998 fand der Tag der Apotheke zum ersten Mal statt, damals unter dem Motto „Ihre Apotheke macht's möglich“. Seitdem informieren Apotheker jedes Jahr über verschiedene Themen. Die... Mehr

Weiteres