VISION.A

Pharmaziestudenten: Analog und Digital kombinieren APOTHEKE ADHOC, 24.03.2017 15:28 Uhr

Berlin - Irgendwie krieg ich die paar Jahre noch rum. Mit dieser Devise versuchen viele Kollegen, sich vor dem digitalen Wandel wegzuducken. Angehende Apotheker können sich eine solche Einstellung nicht leisten. Sie müssen fest damit rechnen, in ihrem Berufsleben mit neuartigen Technologien und ungewohnter Konkurrenz konfrontiert zu werden. Aus diesem Grund folgten 18 Pharmaziestudenten aus ganz Deutschland der Einladung zur Digitalkonferenz VISION.A nach Berlin – und diskutierten kräftig mit.

Angereist waren die Studenten mit der Frage: „Wie passen Apotheke und Digitalisierung überhaupt zusammen?“ Vorbehalte gab es gegenüber der Anonymität im Internet – bis die Erkenntnis reifte, dass sich über Facebook & Co. der Kontakt zu den Kunden halten lässt, wenn sie die Apotheke längst verlassen haben. Nach einem Tag voller hochkarätiger Vorträge und Workshops war klar: Niemand weiß, wohin die Reise geht. Aber man sollte auch als Apotheker lieber früher als später die Koffer packen.

„Was kann man noch mehr machen und wie kann man sich auf dem Markt positionieren?“ Christian, Pharmaziestudent im vierten Semester in Marburg, sieht die Veranstaltung als Denkanstoß. Ob man alle vorgestellten Ideen umsetzen könne, sei dahingestellt. Aber man müsse „mit der Kundschaft gehen“: Die 85-jährige Dame müsse mit ihren Anliegen genauso abgeholt werden wie der 20-jährige technikaffine Mann. „Man muss Antworten auf die neuen Marktbedingungen finden.“ Die Welt verändere sich; das Angebot müsse sich daran orientieren. Christian sieht digitale Lösungen als Chance, denn sie bieten seiner Meinung nach ein breites Spektrum an Möglichkeiten für die Kundenbetreuung. 

Max studiert Pharmazie im 7. Semester und kann sich vorstellen, Digitalisierung in den Apothekenalltag zu integrieren, sollte er selbstständiger Apotheker werden. „Auch junge Menschen werden irgendwann alt – für sie wird die Digitalisierung ein Standard sein“, findet der 22-Jährige. So könne die Information über Gesundheitsapps in Zukunft zur Beratung gehören. „Analog und Digital miteinander kombinieren“, lautet seine Devise.

APOTHEKE ADHOC Debatte