Italien

Regierung plant Junk-Food-Steuer APOTHEKE ADHOC, 23.04.2012 14:40 Uhr

Berlin - Italiener müssen in Fast-Food-Läden künftig tiefer in die Tasche greifen: Die Regierung plant eine Steuer auf fettreiche Lebensmittel. Aber auch für Spirituosen und alle Kohlensäure-haltigen Getränke sollen die Aufschläge gelten. Insgesamt will die italienische Regierung um Ministerpräsident Mario Monti so jährlich 270 Millionen Euro mehr einnehmen.

In erster Linie soll die Maßnahme allerdings die Gesundheit der italienischen Jugend verbessern: Das Gesundheitsministerium hatte ein Gutachten in Auftrag gegeben, nach dem die Zahl der übergewichtigen Kinder in den vergangenen Jahren stark angestiegen ist: Allein 2010 seien mehr als 23 Prozent aller sechs- bis 17-Jährigen adipös gewesen. 11 Prozent der Kinder seien sogar als fettleibig registriert gewesen. Auch die Rate der wegen Alkoholmissbrauchs ins Krankenhaus eingewiesener Jugendlicher sei angestiegen.

Die Regierung will dem mit einem Aufschlag in Höhe von 50 Cent auf alle Spirituosen entgegen wirken. Zusätzlich sollen auf alle Kohlensäure-haltigen Limonaden in Dosen 2,5 Cent mehr gezahlt werden müssen. Für die fettreichen Speisen sind bislang noch keine genauen Zahlen bekannt.

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