Botendienst

Kornhaus-Apotheke: E-Autos unterwegs Eugenie Ankowitsch, 20.03.2017 09:06 Uhr

Berlin - Ein nahezu geräuschloser Fahrbetrieb und ausreichende Reichweite zeichnen die E-Flitzer aus, die in Diensten der Kornhaus-Apotheke im Allgäu unterwegs sind. Seit zwei Jahren werden zwei Renaults ZOE für den Botendienst der Apotheke eingesetzt. Das sei kostengünstig und außerdem umweltfreundlich, betont Inhaber Dr. Robert Stenz.

Elektroautos sind kleine Diven. Sie mögen es warm, aber nicht zu heiß. Und auf keinen Fall kalt. Bergige Landschaften und schnelle Ausfahrten auf den Autobahnen sollten tunlichst vermieden werden. Sonst sieht es bei den Reichweiten, die ohnehin nach Norm angegeben und zuletzt jede Glaubwürdigkeit verloren haben, schwarz aus. Elektroautos kämpfen immer wieder mit dem Vorurteil, nicht alltagstauglich zu sein. Da können die Autohersteller noch so oft wiederholen, der durchschnittliche Fahrer komme mit 100 Kilometern am Tag locker hin. Niemand will als Strandgut enden.

Stenz hat das Experiment „Elektroauto“ vor zwei Jahren gewagt und setzt seitdem zwei Renault ZOE im Botendienst der Apotheke ein. Den Schritt habe er keine Sekunde lang bereut. „Für uns hat das Elektroauto eigentlich ausschließlich Vorteile“, sagt er. „Der Wagen ist zwar relativ teuer in der Anschaffung, jedoch zuverlässig und kostengünstig im täglich Betrieb.“ Mit einem Elektroauto als Botenwagen leiste man zudem einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

Bis vor zwei Jahren wurden die Arzneimittel bei der Kornhaus-Apotheke laut Stenz noch mit Dieselautos ausgefahren. „Sie sind ja wahre Drecksschleuder und zeichnen sich außerdem durch hohen Verschleiß aus“, sagt der Apotheker. Deshalb habe er beschlossen, auf Elektroautos umzusteigen. Die Wahl sei auf das Modell von Renault gefallen, weil der Wagen über „vernünftige Reichweiten“ habe.

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