Hahnemann und Schwabe

Die Wiege der Homöopathie APOTHEKE ADHOC, 11.01.2017 18:14 Uhr

Die homöopathische Hausapotheke von etwa 1880 zeigt den Apotheker als Vorreiter. Im Sortiment aus etwa 150 Mitteln lässt sich neben Belladonna und Aconitum auch Hamamelis finden. Seufert erklärt, Schwabe habe die Zaubernuss aus Nordamerika eingeführt und später selbst angebaut. Produkte, die noch heute im Handel sind, ließen sich auf die damalige Zeit zurückführen.

Die ersten homöopathischen Zubereitungen waren flüssig oder als Globuli erhältlich. Tabletten kamen erst später hinzu. Pulver konnten erstmals in eine oral verfügbare Einzeldosis gebracht werden, so der Beitrag. Die Neuerung trieb den weltweiten Export vor dem ersten Weltkrieg voran.

Schwabe entwickelte sich zur Weltmarke und wurde vom Sohn weitergeführt. Mit dem weiteren Boom der Homöopathie öffnete das moderne Arzneimittel-Werk im Nord-Osten Leipzigs 1926 seine Türen. Besucher konnten die Herstellung im großen Stil mit Sinn für Tradition besichtigen. Das Unternehmen siedelte 1946 nach Karlsruhe um. Den Grundstein legte der Geschäftsmann jedoch in der freien Bürgerstadt Leipzig und revolutionierte die Medizin, so der Beitrag.

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