Hahnemann und Schwabe

Die Wiege der Homöopathie APOTHEKE ADHOC, 11.01.2017 18:14 Uhr

Berlin - Vor etwa 150 Jahren griff Apotheker Carl Emil Willmar Schwabe den Trend der alternativen Heilmethode auf. Bis zur Jahrhundertwende versorgte er mehr als 50 homöopathische Apotheken. Nun hat der MDR im Format „Zeitreise“ über die Homöopathie im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts berichtet.

Leipzig gilt als Wiege der Homöopathie. Warb dort doch 1811 Samuel Hahnemann erstmals damit, Ähnliches mit Ähnlichem zu heilen. Natürliche Stoffe sollten durch Verdünnung in ihrer Wirkung potenziert werden. Hahnemann wollte eine Alternative zum Schröpfen und Aderlass – eine moderne, schonende und ganzheitliche Behandlung sollte es sein, heißt es im Beitrag.

Den Trend der alternativen Heilmethode griff der aus dem Vogtland stammende Apotheker Willmar Schwabe auf und gründete 1866 sein eigenes Unternehmen. Im Zuge der Industrialisierung fand die Rückkehr zur Natur neben Gegnern auch viele Anhänger. Schwabe belieferte Apotheken im In- und Ausland mit seinen Mitteln.

Auf dem Weg in die Welt, wurde Schwabe auch in den Geschichten von Karl May erwähnt. So fand „Kara Ben Nemsi in Kairo auf einem Basar Teile einer homöopathischen Apotheke und heilte mit den Hirse-ähnlichen Globuli seine Gefährten“, sagt Susanne Seufert, Leiterin des Sächsischen Apothekenmuseums Leipzig. Er gerät in Schwierigkeiten, da man meint, er sei wegen der Heilkräfte mit dem Teufel im Bunde.

APOTHEKE ADHOC Debatte