Influenza-Epidemie

Schwere Grippewelle in Frankreich dpa, 11.01.2017 13:56 Uhraktualisiert am 11.01.2017 17:25 Uhr

Auch in Deutschland beobachtete das Robert Koch-Institut (RKI) einen relativ frühen Beginn der Grippewelle – womöglich habe sie in Frankreich noch eher begonnen, sagte die RKI-Grippe-Expertin Silke Buda. Dadurch sei in Frankreich eine stärkere Überlagerung der Grippewelle mit der Aktivitätsphase anderer Viren denkbar, die ebenfalls Atemwegserkrankungen hervorrufen.

Hierzulande gab es laut RKI ebenfalls bereits mehrere Ausbrüche und Todesfälle in Krankenhäusern, vorrangig betroffenen waren Menschen von deutlich über 60 Jahren. „Es kann sein, dass sich die Situation auch bei uns in den Krankenhäusern noch verschärft“, sagte Buda. Auch ein Überschwappen der Grippewelle von Frankreich nach Deutschland sei vorstellbar, müsse aber nicht geschehen.

Nach Daten des Wochenberichts der Arbeitsgemeinschaft Influenza sind in Deutschland in diesem Winter bisher rund 6700 bestätigte Grippefälle gemeldet worden, davon rund 2000 in der ersten Januarwoche. Knapp ein Drittel der Betroffenen musste ins Krankenhaus. Tatsächlich dürften noch mehr Menschen mit Grippe im Bett liegen – längst nicht jeder Grippefall wird im Labor bestätigt und gemeldet.

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