Immunisierung

Impfung trotz Immunsupressiva dpa/APOTHEKE ADHOC, 27.08.2012 13:44 Uhr

Berlin - Patienten, die Immunsuppressiva einnehmen, müssen besonders auf ihren Impfschutz achten. Dies gilt unter anderem für Menschen mit Rheumatoider Arthritis. Durch die Krankheit und die Medikamenteneinnahme werde das Immunsystem so geschwächt, dass Infektionen schlecht abgewehrt werden könnten, teilte der Bundesverband Deutscher Rheumatologen (BDRh) mit.

Daher sollte sich der Patient während der Impfungen möglichst in einer stabilen Phase der Erkrankung befinden, rät der Verband. Lebendimpfstoffe – etwa gegen Masern, Mumps oder Röteln – sollten am besten noch vor Beginn der Medikamentenbehandlung verabreicht werden. Anderenfalls könnte der Impfstoff wegen des unterdrückten Immunsystems nicht den gewünschten Effekt haben, so der BDRh. Die Gabe von Totimpfstoffen oder Toxoidimpfstoffen gelte als grundsätzlich sicher.

Impfen lassen sollten sich die Patienten gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten sowie einmal jährlich gegen Grippe. Alle drei Jahre ist der Schutz vor Meningokokken und alle sechs Jahre vor Pneumokokken ratsam. Einer aktuellen Studie zufolge reicht der Impfstatus der meisten Menschen mit Rheumatoider Arthritis nicht aus.

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