Forscher untersuchen Ötzi-Erythrozyten dpa, 02.05.2012 08:54 Uhr
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Suche nach Details: Forscher haben bei "Ötzi" intakte rote Blutkörperchen entdeckt.Südtiroler Archäologiemuseum / Sguardo Nella Cella
Berlin - Seine Todesursache ist geklärt, seine DNA entschlüsselt, nun haben Forscher erstmals Blutreste der 5300 Jahre alten Gletschermumie „Ötzi“ gefunden. Die Wissenschaftler versprechen sich davon auch neue Erkenntnisse für die moderne Gerichtsmedizin.
Deutsche und italienische Forscher haben bei „Ötzi“ rote Blutkörperchen nachgewiesen. Nach Angaben von Professor Dr. Albert Zink, Leiter des Instituts für Mumien und den Iceman der Europäischen Akademie Bozen (EURAC), ist es das erste Mal, dass es Wissenschaftlern gelang, Blutreste an der 5300 Jahre alten Mumie zu finden. Wie die EURAC mitteilte, handelt es sich um den ältesten Blutnachweis der modernen Forschung. Möglich wurde der Nachweis mit nanotechnologischen Verfahren.
„Dass nach so langer Zeit noch Blutkörperchen erhalten sind, war für uns eine Riesen-Überraschung“, sagte Zink, der Mitglied des Center for NanoSciences in München ist und die neuen Untersuchungen gemeinsam mit Kollegen zunächst in München begann und in Bozen und am Center of Smart Interfaces der Technischen Universität Darmstadt fortführte. „Es gab bislang keine Erkenntnisse darüber, wie lange Blut erhalten bleibt – geschweige denn, wie menschliche Blutkörperchen aus der Kupferzeit aussehen.“ Die Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im „Journal of the Royal Society Interface“.
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