Unterlassene Hilfeleistung

Traubenzucker: Geldstrafe statt Anklage APOTHEKE ADHOC, 04.01.2014 12:14 Uhr

Der Apotheker hatte nach Auskunft seines Anwalts erklärt, dass das Mädchen „keinerlei Anzeichen einer Unterzuckerung“ wie Zittern oder Schwitzen gezeigt habe. Der Apotheker gehe seiner Tätigkeit seit Jahrzehnten nach und wisse, welche Gefahren mit einem Zuckermangel einher gingen. „Er hat die vor ihm stehende fordernde junge Dame falsch eingeschätzt. Andernfalls hätte er ihr natürlich geholfen“, so der Anwalt.

Als die Mutter des Mädchens, das kein Geld dabei hatte, daraufhin angerufen habe, sei sie auf eine andere Apotheke verwiesen worden. Dort habe es Traubenzucker erhalten, so dass es ihr nach wenigen Minuten besser gegangen sei.

Der Vater des Mädchens hat daraufhin Beschwerde bei der Apothekerkammer Niedersachsen eingereicht. Die Kammer behält sich dem Bericht zufolge disziplinarische Maßnahmen gegen den Beschuldigten vor und will den Ausgang des Strafverfahrens abwarten.

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