Dioxinskandal

Eierhof komplett gesperrt dpa, 07.04.2012 10:44 Uhr

Berlin - Nach den Funden dioxinbelasteter Bio-Eier hat das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium jetzt den kompletten Hof in Ostwestfalen sperren lassen. Die Sperrung sei aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes auf die Ställe mit konventionell gehaltenen Legehennen ausgeweitet worden, teilte ein Ministeriumssprecher mit. Bislang waren nur die Ställe mit biologischer Hennenhaltung gesperrt gewesen.

Von dem Hof im Kreis Minden-Lübbecke dürfen damit auch keine konventionell erzeugten Eier mehr verkauft werden. Das Ministerium habe sich zu dem Schritt entschlossen, weil die Ursache für die Belastung der Bio-Eier mit dioxinähnlichem PCB weiter unklar sei. Bei Eiern aus den konventionellen Ställen war bisher keine PCB-Belastung festgestellt worden war.

Bei einer erneuten Untersuchung von Bio-Eiern seien wieder hohe PCB-Werte festgestellt worden. Sie hätten die erlaubten Grenzwerte um das Doppelte beziehungsweise Dreifache überschritten. Das zeige, dass es weiterhin eine aktive PCB-Quelle auf dem Hof geben müsse, sagte der Sprecher.

Bei Untersuchungen des auf dem Hof verwendeten Futtermittels seien keine Belastungen aufgefallen. Das hätten die Behörden in Niedersachsen mitgeteilt, wo der Lieferant seinen Sitz habe. Ergebnisse der Wasser- und Bodenproben sollen in der kommenden Woche vorliegen.

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