Armstrong muss zur Anhörung dpa, 16.07.2012 08:58 Uhr
Berlin - Lance Armstrong schreibt mal wieder von einer „Hexenjagd“. Bei Twitter verbreitete der taumelnde Ex-Radstar eine Karikatur, die ihn als Justiz-Opfer stilisieren soll. Am Wochenende hatte der Texaner im laufenden Dopingverfahren einen weiteren Rückschlag erlitten. Nach den heftigen Anschuldigungen durch die amerikanische Anti-Doping-Agentur USADA wird es zur Anhörung vor einem Schiedsgericht kommen, bei dem voraussichtlich auch erstmals Beweise offengelegt und Belastungszeugen gehört werden.
Diesen Schritt erzwang ausgerechnet Armstrongs ehemaliger Teamchef Johan Bruyneel, der in der Causa ebenfalls angeklagt ist und gegen die Doping-Vorwürfe nun Protest eingelegt hat. Über das weitere Vorgehen und eine mögliche lebenslange Sperre entscheidet ein Sportgericht. Armstrongs Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Verfahrens haben sich damit vorerst nicht erfüllt.
„Ich kann bestätigen, ein Schiedsgerichtsverfahren verlangt zu haben und die Anschuldigungen der USADA anzufechten“, teilte der Belgier am Samstag auf seiner Homepage mit. Die USADA hatte kurz zuvor ihrerseits über den Schritt informiert. Bruyneel, der auf seine Teilnahme bei der diesjährigen Tour de France verzichtete, hofft bei der Anhörung auf die Bestätigung, „dass es bei dem Fall nie so weit hätte kommen dürfen“, wie er weiter schrieb.
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