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USA

Microsoft verwaltet Versichertendaten

Yvette Meißner, 12. Juni 2008, 09:57 Uhr

  • Daten im Netz: Immer mehr Firmen bieten virtuelle Patienakten an.
Berlin -

Der US-Krankenversicherer Kaiser Permanente will mit dem Softwarehersteller Microsoft und dessen seit Oktober vergangenen Jahres bestehender Plattform „HealthVault“ zusammenarbeiten. Ziel des Pilotprojektes ist es, die bereits heute virtuell verwalteten Patientendaten für die Versicherten zugänglich zu machen, kündigte das Unternehmen mit Sitz in Oakland, Kalifornien, an. Auf diese Weise sollen zusätzlich Kosten eingespart werden.

Kaiser Permanente hat bereits eine eigene Datenbank, in der die Versicherten persönliche Gesundheitsinformationen wie Verschreibungen, Impfungen und Labortests einsehen können. Die Nutzer haben zudem Zugang zu Informationen über Kliniken, können Ärzte direkt per E-Mail anschreiben, Termine vereinbaren und sich Online-Rezepte ausstellen lassen.

Durch die Kooperation mit Microsoft soll das Angebot für die User erweitert werden. Damit haben sie Möglichkeit, selbst Informationen wie Blutdruck- oder Blutzuckerwerte sowie Diäten und Sportgewohnheiten einzupflegen. Das Angebot soll in der Testphase bis November zunächst den knapp 160.000 Mitarbeitern von Kaiser Permanente zur Verfügung stehen. Danach soll der Service auch von den Mitgliedern des Managed-Care-Providers genutzt werden können.

Immer mehr Firmen wollen sich einen Platz im schnell wachsenden Online-Gesundheitsmarkt sichern. Suchmaschinenbetreiber und Microsoft-Konkurrent Google bietet beispielsweise seit Mai eine virtuelle Gesundheitsakte an. Das Pilotprojekt von Microsoft und Kaiser Permanente ist Teil einer Initiative von Technologie-Unternehmen, Krankenhäusern, Versicherungen und der US-Regierung. Durch das Selbst-Management erhoffen sich Experten vor allem Einsparungen bei den chronisch Kranken wie Diabetikern, Asthmatikern und Hypertonikern.

Kaiser Permanente ist die größte Nonprofit-Gesundheitsorganisation in den USA und hat mehr als acht Millionen Mitglieder in neun Staaten. Diese sind verpflichtet, sich nur in den Kliniken, Ärzten, Apotheken sowie Reha-Einrichtungen von Kaiser Permanente behandeln zu lassen.

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