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meldung Impfkampagne

Masern-Exporteur Deutschland

dpa, 02. Februar 2009, 17:31 Uhr

Berlin -

Angesichts erneut steigender Masern-Fälle in Deutschland fordern Gesundheitsexperten eine umfassende Impfkampagne gegen die Virusinfektion. Das erklärte Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die Ausrottung der Masern in Europa bis 2010.

Im vergangenen Jahr wurden bundesweit 915 Masernfälle gemeldet. Das sind fast doppelt so viele wie 2007. Deutschland zähle damit weiterhin zu den Hauptmasern-Exporteuren Europas, schreibt die „Ärzte-Zeitung“. Die Ausrottung der Masern in Deutschland sei von zentraler Bedeutung, unterstreichen die Mediziner: Das Land besitze die größte Bevölkerung in der Europäischen Union sowie Regionen mit hoher Einwohnerdichte; auch seine Lage und Struktur würden den Im- und Export von Masern fördern.

Nun schlagen wegen der steigenden Masern-Zahlen auch die US-Behörden Alarm: In den - eigentlich masernfreien - USA registrierten sie im ersten Halbjahr 2008 mit rund 130 Fällen die höchste Zahl von Maserninfektionen in zehn Jahren, normalerweise liegt die Fallzahl dort bei 50 pro Jahr. Ein Großteil des Anstieges führt die US-Seuchenkontrollbehörde CDC auf den Import aus Europa zurück: Aus Deutschland, Schweiz, Großbritannien, Rumänien und Italien stammen einer aktuellen Studie zufolge mehr als vier Fünftel aller europäischen Masernkranken.

Weltweit sterben nach WHO-Daten jährlich fast 200.000 Menschen an Masern - die meisten davon Kinder unter fünf Jahren. 95 Prozent der Todesfälle sind in den Ländern mit schlechter medizinischer Infrastruktur zu verzeichnen.

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