Randnotiz : Doping mit Ulle
Mutig, mutig: Der Hersteller Dr. Kurt Wolff lässt sein Anti-Haarausfall-Shampoo Alpecin künftig von Jan Ullrich bewerben. Der Ex-Radprofi hat laut dem Handelsblatt einen Dreijahresvertrag... Mehr
dpa/APOTHEKE ADHOC, 03. Juni 2009, 17:09 Uhr
Das rheinland-pfälzische Landesuntersuchungsamt warnt vor illegalen Schlankheitsmitteln als Last-Minute-Diät vor der Badesaison. In einem vom Zollamt Trier-Ehrang sichergestellten Produkt namens „Zhen de shou“ fanden die Ermittler nach eigenen Angaben den nicht deklarierten, verschreibungspflichtigen Arzneistoff Sibutramin sowie Phenolphthalein.
Sibutramin ist der Wirkstoff des Antiadipositums Reductil. Die Substanz dürfe nur unter ärztlicher Überwachung eingenommen werden, weil die Substanz den Blutdruck stark erhöhen und akute Herzerkrankungen provozieren könne, teilte das Landesuntersuchungsamt mit. Phenolphthalein war früher als Wirkstoff in deutschen Abführmitteln enthalten, bis der Verdacht auf krebserregende Nebenwirkungen aufkam. In Deutschland wird Phenolphthalein in zugelassenen Arzneimitteln deshalb nicht mehr verwendet.
Das Landesuntersuchungsamt warnte vor Schlankheitsmittel aus dem Internet: Oft als „rein pflanzlich“ deklariert, enthielten sie teilweise ganz andere gesundheitsgefährdende Stoffe. Auffällig an den meist asiatischen Produkten sei die fehlende deutsche Kennzeichnung mit klaren Warnhinweisen. Oft seien auch die Angaben zu den wirksamen Bestandteilen falsch.