PHARMAWESTEN
Teva / AbZ
APOTHEKE ADHOC Stellenmarkt
Wort & Bild Verlag
ACA Müller
meldung Wirkstoffproduktion

Immer mehr Arzneistoffe aus China

dpa/ APOTHEKE ADHOC, 29. September 2009, 14:08 Uhr

Jena -

Vier von fünf Arzneimittel-Wirkstoffen werden nach Angaben der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG) inzwischen in China und Indien hergestellt. Dabei handle es sich zumeist um Antibiotika, deren Patentschutz abgelaufen sei, sagte Professor Dr. Ulrike Holzgrabe von der Universität Würzburg anlässlich der heute begonnenen DPhG-Jahrestagung.

Lediglich kompliziert herzustellende und lukrative Wirkstoffe lässt die Pharma-Industrie Holzgrabe zufolge weiterhin in Europa oder den USA produzieren. Noch in den 1990er-Jahren war das Verhältnis umgekehrt: 80 Prozent aller Wirkstoffe für Medikamente kamen aus Europa und Amerika.

Die DPhG hält die Produktion in Asien mit Blick auf die Arzneimittelsicherheit für problematisch. Zwar müssten auch die Wirkstoffhersteller in China eine regelgerechte Produktion nachweisen, sagte Holzgrabe. „Das Problem ist: In China weiß man nicht, ob in diesen Betrieben dann auch produziert wird.“

Die Fachgesellschaft schätzt, dass in China 3.000 von 4.500 Produktionsstätten für Wirkstoffe von den europäischen und amerikanischen Zulassungsbehörden oder der Pharmaindustrie gar nicht kontrolliert werden.

Im vergangenen Jahr war in China hergestelltes verunreinigtes Heparin in mehreren europäischen Ländern und den USA aufgetaucht. Die betroffenen Chargen waren mit übersulfatiertem Chondroitinsulfat kontaminiert gewesen.

Lesen Sie auch

Sie müssen sich zuerst anmelden um an der Diskussion teilnehmen zu können

Doccheck Hilfstext

Liebe Leserinnen und Leser,

diese Seite ist DocCheck-geschützt, das heißt, sie enthält Informationen für medizinische Fachkreise. Bitte geben Sie Ihr DocCheck-Passwort ein. Einen Zugang erhalten Sie unter http://www.doccheck.com/de/

Ihr Team von APOTHEKE ADHOC

Anzeige easyApotheke

Newsletter

Newsletter kostenlos abonnieren

Kommentar

Randnotiz : Doping mit Ulle

Mutig, mutig: Der Hersteller Dr. Kurt Wolff lässt sein Anti-Haarausfall-Shampoo Alpecin künftig von Jan Ullrich bewerben. Der Ex-Radprofi hat laut dem Handelsblatt einen Dreijahresvertrag... Mehr

Facebook - Fanblock

Porträt

Bluefish: Schweden liegt in Indien

Mit den Rabattverträgen kommen den Apotheken immer mehr Exoten ins Haus. Einer von ihnen ist der schwedische Generikahersteller Bluefish. Das junge Unternehmen hat eine klare Vision: „Wir wollen für... Mehr

Weiteres