Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
Janina Rauers, 07. Oktober 2010, 12:43 Uhr
So mancher Abiturient dürfte schon vor Studiumbeginn gestresst sein: Die Pharmazie-Plätze werden über ein kompliziertes Verfahren der ZVS-Nachfolgeorganisation „Hochschulstart“ vergeben; Bewerber müssen sich durch viele Fristen und Bürokratie arbeiten. Zusätzlich wählen einige Universitäten ihre Erstsemester selbst aus. Die Goethe-Universität Frankfurt am Main hat sich für Bewerbungsgespräche entschieden.
Mehrere hundert Pharmazie-Bewerber stellen sich pro Semester in Frankfurt vor. Schriftlich haben sie zuvor ihre Oberstufen-Noten und außerschulischen Aktivitäten angegeben und begründet, warum sie Pharmazie in Frankfurt studieren wollen. Bei den knapp 30-minütigen Gesprächen sind stets ein Professor, ein Doktorand und ein Fachschaftsvertreter dabei.
Die Uni will sich so ein Bild von den Bewerbern machen: „Das Pharmaziestudium ist ein Vollzeit-Job. Wir wollen wissen, ob sich die Bewerber darüber im Klaren sind“, sagt Dr. Ilse Zündorf, Dozentin am Institut für Pharmazeutische Biologie und Mitorganisatorin der Gespräche.
Nach einer kurzen Aufwärmphase - gefragt wird zum Beispiel zur Anreise oder zum Campus - müssen die Abiturienten in der Regel erklären, warum sie nicht Medizin studieren wollen. Häufig müssen Studenten auch den wöchentlichen Arbeitsaufwand schätzen oder erzählen, auf welches Fach sie sich besonders freuen. Wer in der Schule kein Chemie hatte, wird vielleicht auch gefragt, ob er schon einmal in ein Fachbuch geschaut hat.
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