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Rabattverträge

Ärzte beklagen Non-Compliance

Alexander Müller, 23. Februar 2009, 15:02 Uhr

  • Compliance, Software, Regresse: In Arztpraxen verursachen die Rabattverträge jede Menge Ärger.
Berlin -

Die Rabattverträge bereiten den Apotheken viel zusätzliche Arbeit. Doch auch in Arztpraxen sind die Vereinbarungen zwischen Kassen und Herstellern nicht besonders beliebt: Patienten beschweren sich über die Umstellung oder verlangen ihre gewohnten Präparate. Schwierigkeiten bereitet zudem die Praxis-Software.

Dr. Uwe Kraffel von der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin berichtet von „verheerenden“ Compliance-Problemen in seiner Praxis: „Viele Patienten denken, dass sich jemand geirrt hat, wenn sie ein ungewohntes Präparat erhalten. Sie kommen in die Praxis zurück und haben mehrere Tage ihre Tabletten nicht genommen“, sagte Kraffel gegenüber APOTHEKE ADHOC.

Bei der Umsetzung der Rabattverträge haben die Mediziner Kraffel zufolge noch ein weiteres Problem, denn die Rabattverträge seien kaum zu durchschauen: „Die Verträge werden in der Praxis-Software nur zum Teil abgebildet. Das ist eher zufällig“, sagte Kraffel.

Auch auf die Wirtschaftlichkeitsprüfung haben die Rabattverträge Kraffel zufolge Einfluss: Weil für die Rabattarzneimittel nur die Listenpreise herangezogen werden, lassen sie sich nicht mit anderen Produkten vergleichen. „Die ganze Wirtschaftlichkeitsprüfung fällt damit flach“, sagte Kraffel.

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