Zahnvorsorge

Zahnärzte: Mundgesundheit so gut wie nie dpa, 16.08.2016 16:15 Uhr

Berlin - Die Deutschen pflegen ihre Zähne heute wesentlich besser als noch vor 20 Jahren – es gibt wesentlich weniger faule Zähne. Allerdings gebe es noch einiges zu tun gegen Parodontitis, die Entzündung von Zahnfleisch und Knochen, sowie bei der Mundgesundheit älterer Menschen. Dies sind Ergebnisse der Fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie, die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) in Berlin vorstellten.

Karieserkrankungen sind demzufolge in allen Altersgruppen und in allen Bevölkerungsschichten stark rückläufig. Beispielsweise haben heute acht von zehn der 12-jährigen Kinder (81,3 Prozent) ein Gebiss ohne einen einzigen faulen Zahn. Das sei eine Verdopplung im Vergleich zur dritten Studie dieser Art von 1997.

Auch bei der Parodontose, die letztlich zum Zahnausfall führt, gebe es Erfolge. Allerdings müsse diese stille Volkskrankheit noch entschiedener bekämpft werden, hieß es. Denn den Daten zufolge steige der Behandlungsbedarf bei Entzündung des Zahnhalteapparats an.

Bei den älteren Menschen zwischen 65 und 74 sei heute jeder achte völlig zahnlos. 1997 sei es noch jeder vierte gewesen, so die Studie. Allerdings seien ältere Menschen mit Pflegebedarf, die erstmals in die Studie einbezogen wurden, bei der Mundgesundheit deutlich benachteiligt. Pflegebedürftige zwischen 75 und 100 Jahren hätten häufiger Karies und weniger eigene Zähne als die Altersgruppe insgesamt.

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