Wülfrath

Apotheke sammelt für Kinder in Not Torsten Bless, 18.06.2017 18:35 Uhr


Auch von sozialen Aktivitäten bleiben sie aus Not weitgehend abgeschnitten, Ausflüge, für die ein Unkostenbeitrag fällig wird, sind dann ebenso tabu wie Geburtstage, bei denen für ein Geschenk bezahlt werde müsste, oder Einladungen nach Hause, wo das Geld für eine Bewirtung fehle.

„Die Gründe für wirtschaftliche Notlagen von Familien sind vielfältig“, schreibt der Wülfrather DRK-Ortsverband. „Kinder sind in jedem Fall nicht dafür verantwortlich. Doch obwohl Kinder eigentlich nicht für ihre Eltern haften, müssen sie trotzdem die Konsequenzen mittragen – und alle Benachteiligungen, die damit verbunden sind.“ Die Nachfrage sei – leider – rege, sagt eine Mitarbeiterin des DRK. Vor Kurzem musste eine komplette Familie unterstützt werden, deren Haus ausgebrannt sei. Alle Spenden gehen 1:1 an die Bedürftigen. In den letzten Jahren würden verstärkt Schwimmkurse unterstützt, sagt der DRK.

Die 1000 Euro aus der Offizin kommen der Finanzierung des gemeinsamen Mittagessens in der Offenen Ganztagsschule (Ogata) zugute. Hier werden Schüler der Lindenschule außerhalb der Unterrichtszeiten betreut. Die Ogata hat auch eine Hausaufgabenbetreuung und weitere Angebote zur Förderung der Sprache (darunter eine Zeitungs- und eine Musical-AG), Mathematik (unter anderem mit Sudoku) und der sozialen Kompetenz (durch gemeinsame Rituale, Kooperationsspiele und Austausch zwischen Generationen und Kulturen) im Angebot. Auch Fitness, Motorik und Kreativität werden trainiert.

APOTHEKE ADHOC Debatte