Mineralstoffe

Pankreaskrebs durch Magnesiummangel Eva-Maria Lippke, 28.01.2016 13:33 Uhr

Berlin - Magnesium senkt das Krebsrisiko. Diese These wird in lang angelegten Studien untersucht. Eine gerade veröffentlichte Arbeit zeigt den positiven Einfluss des Mineralstoffs bei der Prävention von Bauchspeicheldrüsenkrebs.

In der Kohortenstudie aus den USA wurden mehr als 60.000 Patienten über acht Jahre lang begleitet. Der Gesundheitszustand, das Auftreten von Erkrankungen und unter anderem das Einnahmeverhalten von Mineralstoffen wurden dokumentiert. 151 Studienteilnehmer entwickelten im Beobachtungszeitraum Pankreaskrebs – die meisten dieser Patienten litten unter Magnesiummangel.

Die Vital-Studie (Vitamins and Lifestyle Study) besagt: Eine verminderte Supplementation von Magnesium begünstigt Pankreaskarzinome. Die tägliche Zufuhr von insgesamt weniger als Dreiviertel der empfohlenen Tagesdosis zeigt einen Anstieg der Inzidenz von 76 Prozent.

Auch in einer früheren Studie zeigte sich die präventive Eigenschaft von Magnesium im Blick auf Pankreaskarzinome. Die Epic-Studie (European Prospective Investigation into Cancer und Nutrition Study) wurde 1992 begonnen, um die Zusammenhänge zwischen Ernährung und dem Auftreten von Krebs darzustellen. An der Erhebung sind 23 europäische Zentren mit mittlerweile mehr als 500.000 Teilnehmern beteiligt. Ein Vorergebnis zu Pankreaskrebs ist, dass eine ausreichende Einnahme von Magnesium bei Patienten mit einem BMI von mindestens 25 das Risiko um 21 Prozent senken kann.

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