Innovationsfonds

Stroppe: Kein Cent für Schäuble Julia Pradel, 19.01.2016 17:22 Uhr

Berlin - 300 Millionen Euro sollen jährlich in die Förderung innovativer Projekte im Gesundheitsbereich fließen. Der Innovationsfonds wurde mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) eingeführt. Viele Leistungserbringer schielen auf die Gelder – auch die Apotheker. Lutz Stroppe, beamteter Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium (BMG), machte beim Kongress des Bundesverbands Managed Care (BMC) deutlich: Gefördert werden sollen solche Projekte, die dauerhaft in die Versorgung übernommen werden können.

Stroppe nannte drei wesentliche Anforderungen an Innovationen: Sie müssten einen Fortschritt für die Lebensqualität mit sich bringen, Strukturen und Prozesse nachhaltig verbessern und allen zugänglich sein. „Was jemand dringend braucht, das muss er auch bekommen – egal, wie viel er verdient, wie alt er ist oder wo er wohnt“, betonte Stroppe.

Verdienst, Alter und Wohnort dürften nicht zu einer Differenzierung bei der Zurverfügungstellung von Innovationen führen. „Das ist die entscheidende Herausforderung“, so Stroppe. Man müsse Lösungen für Gegenden finden, in denen Kliniken schlössen und sich Ärzte nicht mehr niederlassen wollten.

Tatsächlich gebe es schon einige gute Modellprojekte, etwa bei der Behandlung von Schlaganfallpatienten. „Aber es ist noch nicht gelungen, viele von diesen Ansätzen in die Breite zu bekommen“, kritisiert Stroppe. Dabei soll nun der Innovationsfonds helfen: „Dinge auf den Weg zu bringen, die dauerhaft in die GKV-Versorgung übernommen werden sollen.“

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